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Langenfeld
Tennis-Club schlägt seit 40 Jahren auf

Langenfeld: Tennis-Club schlägt seit 40 Jahren auf
Im Tennis geht es auch bei 4:0 weiter. Wolfgang Törschen und Uli Nowakowski führen den LTC erfolgreich in sein fünftes Jahrzehnt. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der erfolgreichste Tennisclub der Stadt ging aus der heutigen SGL hervor. Von Thomas Gutmann

Viel Leben auf der Anlage, drei große Partys im Jahr, ein Frühling voller Medenspiele - wer den Langenfelder Tennis-Club (LTC) am Richrather Heinenbusch besucht, der fühlt sich in die goldenen Zeiten dieser Sportart in Deutschland zurückversetzt. Die begannen in den 1970er Jahren, erreichten dank Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich ab Mitte der 80er und in den 90er Jahren ihren Höhepunkt und sind spätestens seit der Jahrtausendwende Geschichte. Erstaunlich: Während sich viele Tennisclubs hierzulande zum Teil verzweifelt gegen ihren Niedergang stemmen, ist der LTC weiter ein gefragter Verein. Am 14. Mai feiert er sein 40-jähriges Bestehen.

Rund 300 Mitglieder (davon 85 in der Jugend) bei sieben Plätzen, elf Erwachsenenmannschaften mit Erfolgen bis hinauf in die Niederrheinliga, mehrere Jugendteams und ein reges geselliges Vereinsleben mit partyartigem Neujahrsempfang, Sommer- und Oktoberfest - wie machen die das? "Die örtlichen Gegebenheiten sind einfach günstig. Dank der Neubaugebiete wohnen hier viele Familien mit Kindern", sagt der 2. Vorsitzende Uli Nowakowski (66).

Zugleich habe der LTC sich aber auch immer bemüht, ein Verein zu sein, der den Familien über den reinen Sport hinaus etwas bietet: Geselligkeit, Kinderbetreuung, ein Treffpunkt für den Feierabend. "Dass sich auch der sportlich ambitionierte Nachwuchs bei uns wohlfühlt, weil unsere Mannschaften auf einem hohen Niveau spielen, ist natürlich auch nicht zu unterschätzen", sagt Nowakowski.

Die Ursprünge des LTC liegen bei den Sportfreunden Langenfeld, der heutigen Sportgemeinschaft (SGL). Deren Tennisabteilung war an der Schule am Hang beheimatet, die über einen Tennisplatz verfügte. Doch die damaligen Aktiven wollten mehr, und so gründeten sie am 10. Mai 1976 den LTC. Horst Schürmann, bis dato Abteilungsleiter, wurde 1. Vorsitzender, außerdem im Vorstand waren Peter Bartsch (2. Vorsitzender), Helga Büttner (Schatzmeisterin), Ferdi Kedzierski (Sportwart) und Erwin Ziebold (Jugendwart).

Schon ein Jahr später hatte der Verein 212 Mitglieder, davon 47 Kinder und Jugendliche. 1977 wurde auch mit dem Bau der Plätze begonnen - das Gelände dafür stellte die Stadt zur Verfügung. Bis 1981 entstanden sechs Plätze, Umkleiden und Duschräume sowie eine "grüne Baubude", die als Treffpunkt diente. Zwei Jahre später folgten Center Court und Clubhaus, Ort zahlreicher Feste. Von ihnen kündet ein Bilderbogen in der 70-seitigen Jubiläumsausgabe des "LTC Echo"- mit Mottopartys, Männerballett und Aufstiegsfeiern.

Gastronomin im Clubheim ist Elena, eine junge Griechin. Sie versorgt die Vereinsmitglieder mit Schnitzel, Pommes und Salattellern. Bei Medenspielen oder größeren Runden packt auch ihre Familie mit an.

Sein 40-jähriges Bestehen feiert der LTC am Samstag des Pfingstwochenendes, 14. Mai. "Abends wird unter anderem die Band ,Still at the Basement' spielen", freut sich der 1. Vorsitzende Wolfgang Törschen auf die Jubelparty. Nicht schlecht, dieser Gig: Die vier Jungs aus Langenfeld haben im vorigen Sommer schon den Marktplatz gefüllt.

Quelle: RP
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