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Langenfeld
Therapeutin ist immer auf der Suche nach Gesundheits-Trends

Langenfeld. "Wenn ich entspannen will, gehe ich zum Kitesurfen", sagt Sonja Giesbers-Jonen (33) und bestätigt damit das Bild der "Powerfrau", die erfolgreiche Berufsausübung, engagierte Mutterschaft, ehrenamtliche Arbeit und sportlich-ambitionierte Freizeitgestaltung mühelos unter einen Hut zu bringen scheint. Vielleicht liegen bei der Physiotherapeutin die Wurzeln solcher Energie und Lebenseinstellung in der Herkunft. Aufgewachsen im ländlich strukturierten Ortsteil Mehlbruch wuchs sie unvermeidlich ins lebendige Vereinsleben. "Eltern, Geschwister, Freunde, fast alle waren bei den Schützen oder im Karneval aktiv". Von Martin Moenikes

Auch die berufliche Prägung erfolgte früh. Gerne verbrachte sie Zeit in der von Mutter Heidi Roeloffs betriebenen Physiotherapiepraxis. "Ich mochte immer viel Betrieb um mich herum, und die Idee, anderen Menschen Gutes zu tun, gefiel mir", erinnert sie sich.

Als Sportlerin (Tanzen, Joggen bis zum Halbmarathon) wusste sie schnell um die Notwendigkeiten gesundheitlicher Prävention und Rehabilitation. Als 2005 aus dem mütterlichen Unternehmen eine Gemeinschaftspraxis von Mutter und Tochter wurde, erweiterte sie das Behandlungsangebot um diese speziellen Leistungen. Mit großem Erfolg: Fläche und Mitarbeiterzahl stiegen, im Frühjahr 2016 werden die insgesamt zehn Mitarbeiter wieder neue Räume beziehen.

Fortbildung ist ihr wichtig, neue Trends und Ideen verfolgt die Fachfrau, von der Manuellen Therapie, Kiefertherapie bis Pilates oder Zumba. Seit 2009 ist Sonja die "Chefin". Aktuell werden in der Praxis an der Hauptstraße wöchentlich 33 Präventions- oder Reha-Kurse durchgeführt.

Den Spagat Beruf und Haushalt mit zwei Söhnen (5 und 8) bewältigt Sonja seit mehr als zehn Jahren, auch gestützt auf helfende familiäre Strukturen wie Eltern und Schwiegereltern in räumlicher Nähe. Ehemann Stefan Jonen arbeitet als Schreiner. Familienleben findet bei ihnen oft im Zuge gemeinsamer Hobbys statt. Das Tanzcorps "Echte Fründe" und die Hubertusschützen in Mehlbruch sind die örtlichen Fixpunkte beider im außerberuflichen Alltag, natürlich nicht nur als "Mitläufer".

Stefan Jonen ist seit neun Jahren Jungschützenmeister, 70 Jung- und Schülerschützen sind die größte Abteilung im Bezirk. Bei Aktivitäten wie Zeltlagern und Ausflügen ist natürlich auch Ehefrau Sonja dabei. Beide sind Gründungsmitglieder der "Echten Fründe"; erst im Vorjahr beendeten sie ihre aktive Tanz-Zeit. Sonja startete 2007 das Kindertanzkorps und leitet bis heute das wöchentliche Training der fast 50 Kids. In der Session organisiert und begleitet sie bis zu 50 Auftritte des Nachwuchs. Seit wenigen Wochen sind beide auch das diesjährige Königspaar der Mehlbrucher Schützen, mit vielen Terminen übers laufende Jahr.

Sonja Giesbers-Jonens Rezept für ein solches Leben auf der Überholspur: eine positive Einstellung, Auszeiten mit und ohne Familie, Einbeziehung der Familie in die eigenen Hobbys.

Quelle: RP
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