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Monheim
Trickbetrüger haben es auf Rentner abgesehen

Monheim. In dieser Woche wurden in Monheim drei Senioren in ihrer Wohnung von Fremden bestohlen. Von Stephan Meisel

Erneut sind in Monheim ältere Menschen von Trickbetrügern in der eigenen Wohnung bestohlen worden. In dieser Woche wurden bereits drei solcher Straftaten angezeigt. Wie berichtet, stahl am Montag ein angeblicher Heizungsmonteur einer 75-jährigen Frau an der Kirchstraße wertvollen Schmuck. Gestern meldete die Polizei zwei weitere Fälle. Ob es sich um ein und denselben Täter oder womöglich um eine Bande handelt, ist bisher offen. In den vagen Personenbeschreibungen gibt es laut Polizeisprecherin Nicole Rehmann keine Angaben zum vermuteten Alter.

Am Mittwoch gegen 9.30 Uhr wurde am Birkenweg ein 77 Jahre alter Mann bestohlen. Nach einem Einkauf war er gerade zurückgekehrt, als ihn vor der Haustür ein Fremder mit italienischem Akzent ansprach. Er gab an, mit einem Bekannten des Rentners befreundet zu sein und bot ihm an, dessen Einkäufe ins Haus zu tragen. In der Wohnung legte er dem 77-Jährigen zwei Jacken vor, die er ihm schenken wolle. Danach bat er aber um etwas Geld, da er nach Italien fahren müsse.

Der Rentner holte sein Portemonnaie. Der Besucher griff selber in die geöffnete Börse hinein und zog 280 Euro heraus. Als der hilfsbereite 77-Jährige erklärte, auch noch etwas Geld zum Leben zu benötigen, gab ihm der Fremde 40 Euro zurück und verließ die Wohnung. Er ist ungefähr 1,75 bis 1,80 Meter groß und von schmaler Statur. Er hat schwarzes, mittellanges Haar und wirkt südländisch. Er war dunkel gekleidet. Anschließend fuhr der Fremde mit einem weißen Kastenwagen davon.

Am Montag wurde Auf dem Kamp eine 76 Jahre alte Frau Opfer eines Trickdiebs. Zwischen 13 und 14 Uhr hatte der ihr unbekannte Mann geklingelt und sich als Heizungsmonteur ausgegeben. Er ging durch alle Räume und drehte Ventile auf. Dann sagte er, dass er noch einmal wieder komme. Erst am nächsten Tag bemerkte die 76-Jährige den Diebstahl ihrer Handtasche samt Geldbörse und Dokumenten.

Nach ihrer Beschreibung ist der Täter etwa 1,85 Meter groß. Er hat einen dicken Bauch und war schwarz gekleidet. Der Mann sprach akzentfrei Deutsch. Die am Montag etwa zur gleichen Zeit an der Kirchstraße mit der gleichen Masche bestohlene 75-Jährige hatte der Polizei den Schmuckdieb als 1,70 bis 1,80 Meter groß, schwarzhaarig und mit auffällig geduckter Haltung beschrieben.

Polizeisprecherin Rehmann warnt davor, Fremde arglos in die eigene Wohnung zu lassen. "Amtspersonen und auch Handwerker kündigen ihren Besuch in aller Regel vorher an. Ältere Menschen sollten zu diesem Termin dann einen jüngeren Angehörigen oder Nachbarn hinzubitten." Kommt jemand ohne Anmeldung, solle man sich vor der Entriegelung des Sperrbügels den Ausweis zeigen oder eine Telefonnummer für einen Rückruf geben lassen. "Wenn ihnen erkennbar Misstrauen entgegenschlägt, lassen Diebe oft von der Tat ab."

Quelle: RP
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