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Langenfeld
Trotz Schmuddelwetter sind Märkte gut besucht

Langenfeld: Trotz Schmuddelwetter sind Märkte gut besucht
Andrea Friedensdorf, Bernd Pohlmann und Andrea Meybom (v. l.) organisieren den Berghausener Weihnachtsmarkt. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. City-Marketing und Vereine, die weihnachtliches Flair in die Stadtteile bringen, ziehen eine erste, positive Bilanz. Von Dirk Neubauer

Beim Bart des Weihnachtsmanns: Den Schreck will Jochen Prauß den Kindern nun wirklich ersparen. Dass Mädchen und Jungen an der rauschenden Gesichtspracht zupfen und sie dann plötzlich in den Händen halten? So ein Schreck bleibt - ein Leben lang. Also hat es Jochen Prauß seit September wuchern lassen - und jetzt konnten die Kinder von Berghausen am Originalbart des Weihnachtsmanns ziehen, so fest wie sie wollten. Zur Premiere des Weihnachtsmarktes an Solperts Garten 9 kamen einige hundert Kinder und Erwachsene.

Der CDU-Ortsverband Berghausen hat die Organisation des Weihnachtsmarktes übernommen, nach dem Ausfall im vergangenen Jahr. Bernd Pohlmann stellte das Gelände, Andrea Meybom und Andrea Friedensdorf sorgten mit vielen Freiwilligen für Stände, Krippenschau, Kinderbasteln, einen Saxofonisten als Überraschungsgast und den Weihnachtsmann. Bürgermeister Frank Schneider kam am Samstag auf Stippvisite. Dann eilte er weiter nach Reusrath, wo die dortige CDU ebenfalls zu einem Weihnachtsmarkt gebeten hatte.

Die beiden großen Märkte zur Adventszeit - der in der Langenfelder City und in Monheim - hatten am Wochenende eine Art inoffizielle Halbzeit. In den vergangenen Tagen war das Wetter eher durchwachsen. Es gab zahlreiche Regentage. Dennoch sagte der für den Langenfelder Markt zuständige City-Manager Jan Christof Zimmermann: "Bis auf den vom Sturm verwehten Eröffnungstag sind bisher eigentlich alle sehr zufrieden." Vor allem am Abend füllt sich der Marktplatz regelmäßig, so Zimmermann. Ein gehörige Portion Adventstimmung und einen Pott Glühwein inklusive. Am Samstag sah er beim Plätzchenbacken nach dem Rechten.

Denn die Erfahrung zeigt auch: Eisbahn und Buden alleine bringen keinen dauerhaften Erfolg - weiß Zimmermann. Es braucht ein attraktives Rahmenprogramm, um Kunden neugierig zu machen und auf den Markt zu locken. So ziehen am kommenden Sonntag lebende Rentiere auf; sie sind normalerweise im Harz zu Hause. Und am 19. Dezember fährt die bewährte Postalia-Kutsche vor, um die Weihnachtswünsche der Kinder abzuholen; ein klassischer Familientermin.

Die Jüngsten sind anscheinend viel schmerzfreier als so manche überbesorgte "Hubschrauber-Mutter" wahrhaben will - hat zumindest Romy Klaubert von der Wirtschaftsförderung in Monheim erfahren. Dort feiert eine Eisbahn mitten in der Stadt in diesem Jahr Premiere; gleiche Größe wie in Langenfeld - Ehrensache. Allerdings wird die Monheimer Eisfläche nicht durch ein Zeltdach geschützt. "Dennoch haben vor allem die Kinder jeden Tag die Möglichkeit genutzt, dort Schlittschuh zu laufen", hat Klaubert beobachtet. Und ihre Chefin ergänzt: "Viele große und kleine Eisläufer haben bereits am ersten Adventswochenende die Eisbahn gestürmt. Wir wünschen uns allerdings noch einen stärkeren Zulauf in die Monheimer Geschäfte", so Estelle Dageroth, die Abteilungsleiterin der städtischen Wirtschaftsförderung. Denn die meisten Monheimer Geschäfte haben mittlerweile an allen den Adventsamstagen mindestens bis 16 Uhr geöffnet und laden zum entspannten Weihnachtseinkauf ein..

In Monheim freut man sich auf das kommende Wochenende. Dann öffnet zusätzlich der Monheimer Weihnachtsmarkt der Werbegemeinschaft Treffpunkt Monheim und es gibt einen verkaufsoffenen Sonntag. Im Süden des Kreises Mettmann biegt der Weihnachtsmann auf die Zielgerade.

Quelle: RP
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