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Monheim
UCB: Kaufvertrag mit der Stadt verzögert sich

Monheim. Detailfragen seien noch zu klären, hieß es auf SPD-Nachfrage in der Monheimer Ratssitzung. Von Heike Schoog

Die für Herbst angekündigte Vertragsunterzeichnung zwischen dem Pharmaunternehmen UCB und der Stadt Monheim verzögert sich. Auf Nachfrage des SPD-Ratsherrn Alexander Schumacher räumte Bürgermeister Daniel Zimmermann ein, dass Detailfragen noch besprochen werden müssten. Wie berichtet, will die Stadt Monheim das Areal und die Gebäude von UCB an der Alfred-Nobel-Straße erwerben. Gut 24 Millionen Euro will die Stadt dafür zahlen. Ziel ist es, das Gelände zu erweitern und einschließlich des Creative Campus weiterzuentwickeln, um dort zusätzliche Arbeitsplätze anzusiedeln. UCB wird die Gebäude von der Stadt mieten.

Doch so einfach wie gedacht, funktioniert die Übereinkunft nicht, zumal Antje Witte, Projektleiterin des Creative Campus, an der Beibehaltung des bestehenden Konzepts festhalten will. "Anfangs waren wir sehr begeistert", sagt sie, "und dachten, das könnte alles sehr schnell gehen", sagt Witte. Doch dann haben die Vertragspartner festgestellt, dass der Teufel im Detail steckt. Zum Beispiel die Kindertagesstätte auf dem Campus. Die wird zu großen Teilen von Mitarbeiterkindern besucht. "Das Konzept ist darauf zugeschnitten", erläutert Witte. "Die Kinder wachsen in der Kita zweisprachig auf. Und wenn Eltern auf Dienstreise gehen, kann die Betreuung in der Kita kurzfristig stattfinden." Die Öffnungszeiten einer städtischen Kita seien für UCB-Eltern oft nicht ausreichend.

Bürgermeister Zimmernann will sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern. "Wir haben von der Politik die Vollmacht für die Verhandlungen bekommen", sagt er. Die sei nicht an einen fixen Zeitpunkt gekoppelt. Daher könne man sich die Zeit nehmen, die nötig ist, findet auch Witte. Sie bekräftigt noch einmal das Bekenntnis zum Standort Monheim. "Wir werden einen sehr langen Mietvertrag abschließen", sagt sie. Der Unterhalt eigener Gebäude und Grundstücke gehöre eben nicht zum Geschäft des in Belgien beheimateten Unternehmens.

Quelle: RP
 
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