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Langenfeld/Monheim
Und heute wird's noch heißer

Langenfeld/Monheim: Und heute wird's noch heißer
Hochbetrieb im Freibad Langenfeld: mittendrin Laura Seidel und ihre Tochter Melanie. FOTO: ralph matzerath
Langenfeld/Monheim. Endlich ist das Wetter so, wie es im Sommer sein sollte: sonnig und warm. Die Besucherzahlen in den Schwimmbädern steigen. Von Heike Schoog

Es riecht nach Sonnenmilch, Wasser und Sonne. Im Langenfelder Freibad sind die Schlangen lang: vor der Kasse, auf den Treppen zur Riesenrutsche und am neuen Imbiss, dem Food-Truck. Bis Mittag waren es schon mehr als 1000 Badegäste, die das schöne Wetter nach draußen gelockt hat. Auch Laura Seidel (27) ist mit ihrer Tochter Melanie (zweieinhalb) im Nichtschwimmerbecken. "Wir waren gestern auch schon da", sagt Mutter Laura. Denn Melanie liebt das Wasser. Mit ihrem bunten Schwimmreifen ("da sind Fische drauf") und ihrem kecken Sonnenhütchen liegt sie bequem auf dem Wasser und lässt sich schieben. Vorsorglich eingecremt ist sie auch - "und die Mama", sagt sie strahlend und planscht vergnügt, unbeeindruckt von Jugendlichen, die im Wasser kabbeln. "Bis jetzt war die Saison ja eine Katastrophe", sagt Jost Henke, stellvertretender Badleiter bei der Sportgemeinschaft Langenfeld. Doch immerhin steigt die Zahl der Gäste. Am Montag waren es 685 - 25 weniger als im Vorjahr. "Der Sommer tut sich schwer in hiesigen Breiten", sagt Henke. Ebenso die Badegäste. "Die brauchen erst mal zwei oder drei Tage schönes Wetter, bevor sie sich ins Bad trauen."

Doch gestern war so ein Tag. Auch in Monheim. Den ersten starken Tag hat Ulrike Grünzel-Spindelmann, stellvertretende Betriebsleiterin des Mona Mare, allerdings schon am 10. Juli ausgemacht. "Da hatten wir rund 1700 Badegäste. Jetzt, in den Ferien liegen die Besucherzahlen bei etwa 900 im Schnitt", sagt sie. Noch trauen die Badegäste dem guten Wetter nicht, hat sie ebenfalls beobachtet. Am Montag etwa seien die Sonnenhungrigen erst gegen 12 Uhr gekommen. Gestern sind sie bereits gegen 10 Uhr mit Handtuch und Proviant ins Mona Mare geströmt. Prinzipiell sei das Bad jedoch nicht so abhängig vom Wetter. "Wir haben ein großes Schwimmerbecken, Pool und Riesenrutsche in der Halle", so Grünzel-Spindelmann. "Jetzt sind natürlich alle draußen, nutzen Liegewiese, Außenbecken sowie den Spiel- und Wasserspielplatz." Vor allem Familien und Kinder kommen. Die Wassertemperatur draußen beträgt 30 Grad, das Schwimmerbecken ist 27 Grad warm, der Whirlpool hat mehr als 30 Grad.

Ähnlich sieht es im Hildener Waldbad an der Elberfelder straße aus - allerdings fasst das Freibad erheblich mehr Gäste. "Ab neun Uhr füllt sich das Bad an den 30-Grad-Tagen. Bis zu 4000 Gäste bevölkern das Bad am Waldesrand gleichzeitig. Über 6500 Besucher kommen über den Tag verteilt an solchen Sonnentagen", erzählt Thomas Treder, der Schichtleiter auf dem Wachturm. Der ist immer mit einem Schwimm-Meister besetzt, der alles im Blick hat. Weiter kommt Treder gerade nicht, denn ein kleiner Junge sucht Hilfe: "Der kleine Lukas sucht Oma Petra und Opa Ulli", schallt es kurz darauf durch den Lautsprecher. Und noch etwas gehört zu seinem Job: "Fotografieren und filmen ist verboten. Einzige Ausnahme sind Fotos der eigenen Kinder oder Verwandten."

Die Badegäste sind an diesem Dienstag eine gute Mischung: Eltern, Großeltern, Kinder jeden Alters und natürlich Jugendliche. "Angenehm" findet das die Besucherin aus Düsseldorf. "Wer nicht verreist, verbringt im Freibad den Kurzurlaub", hat der Betreiber des Kiosks festgestellt.

Quelle: RP
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