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Kreis Mettmann/Duisburg
Unfälle bestätigen Pipeline-Gegner

Kreis Mettmann/Duisburg. In zwei Duisburger Wohnungen strömte gefährliches Kohlenmonoxid aus.

Mit Hinweis auf zwei Kohlenmonoxid-Unfälle am Sonntagabend in Duisburg warnt Dieter Donner von der Initiative "Stopp Bayer-CO-Pipeline" vor Gefahren der geplanten Transportleitung durch den Kreis Mettmann. "Dieses Unglück zeigt wieder einmal deutlich die Gefahr durch dieses tückische Gas Kohlenmonoxid auf", so Donner. "Es ist für Menschen höchstgefährlich, weil nicht wahrnehmbar. Es ist geruchlos, farblos und geschmacklos.

" Nach RP-Informationen waren die Bewohner zweier Wohnhäuser in Duisburg-Beeck und -Marxloh haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschrappt. In beiden Fällen befand sich jeweils eine bewusstlose Person in der Wohnung und schlugen die Kohlenmonoxid-Warngeräte der Sanitäter an. Einen Patienten musste die Feuerwehr nach Wiesbaden transportieren, weil in der Umgebung keine Druckkammer einsatzbereit war. Das wirft laut Donner "wieder ein Schlaglicht" auf den CO-Transport in Pipelines durch Wohngebiete.

Zu der 67 Kilometer langen CO-Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld steht fast zehn Jahre nach Beginn noch die höchstrichterliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus. Die Oberverwaltungsrichter aus Münster halten das zugrunde liegende "Enteignungs"-Gesetz für verfassungswidrig.

(mei/sva)
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