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Langenfeld
Vater und Tochter Walter stellen im Kunstverein aus

Langenfeld. Eine Premiere ist die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins Langenfeld: Im Kunstraum sind bis zum 1. November Werke von Hans-Albert Walter (1925-2005) und Heike M. Walter zu sehen. Es ist in der Geschichte des Kunstvereins das erste Mal, dass die Kreativität zweier Künstlergenerationen, Vater und Tochter, so zur Schau gestellt wird. Hans-Albert Walter wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Das ist Anlass dieser besonderen Ausstellung.

1940, im Alter von 15 Jahren verlor Hans-Albert Walter sein Gehör. Dennoch studierte er bis 1952 an verschiedenen Kunsthochschulen. Seit 1962 war er als freischaffender Künstler in Düsseldorf tätig, wo er enge Beziehungen zur Künstlergruppe ZERO pflegte und 1963 von deren Gründungsmitgliedern Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker zu einer Ausstellungsbeteiligung eingeladen wurde.

Hans-Albert Walter wurde insbesondere durch seine großformatigen Zahlenbilder bekannt. Seit Anfang der 1970er Jahre beschäftigte er sich in seiner Kunst ausschließlich mit den Zahlen 9 bis 0. Am Anfang malte er nur seine eigene Kontonummer auf Leinwand in Variationen und Farben, spiegelte somit "ein ganzes Künstlerleben". Vor allem aber spielten die Zahlen als Countdown in seinem Werk eine große Rolle. Dies war ganz im Sinne von "ZERO", die sich von der Raumfahrttechnik begeistern ließen und die den "Nullpunkt" als den Beginn für etwas ganz Neues verstanden. Leihgaben für diese Ausstellung erhielt der Kunstverein aus der Sammlung Schoeller im Leopold-Hoesch-Museum Düren und dem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Syke.

Heike M. Walter, Bildhauerin und Malerin, orientiert sich bei ihrer künstlerischen Arbeit an Themen der Natur und ihren unterschiedlichen Elementen. Ihre keramischen Arbeiten leben ebenfalls von Struktur und Licht und verleihen neben den Bildern des Vaters dem Kunstraum eine besondere Atmosphäre. "Ich freue mich sehr, dass das Werk meines Vaters hier gewürdigt wird", so Heike Walter. Sie ist Mitglied im Kunstverein Langenfeld, wohnt und arbeitet in Düsseldorf. Bei der Eröffnung bedankte sich der Kunstverein bei RWE Deutschland, der als Sponsor diese Schau ermöglichte.

Geöffnet bis zum 1. November, di, fr, sa 10-13 Uhr, do 15-20 Uhr, so 15-18 Uhr; Kunstraum im Kulturzentrum, Hauptstraße 135

(elm)
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