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Langenfeld
Verein zeigt Flagge für Partnerstädte

Langenfeld: Verein zeigt Flagge für Partnerstädte
Elmar Widera (3.v.r.) nahm letztes Jahr mit einer Langenfelder Delegation im irischen Ennis an einem Umzug teil. FOTO: Stadt
Langenfeld. Förderverein unterstützt jetzt das Partnerschaftskomitee beim Austausch mit Senlis, Gostynin, Ennis und Montale. Von Stephan Meisel

Der Austausch mit den vier Partnerstädten Senlis (Frankreich), Gostynin (Polen), Ennis (Irland) und Montale (Italien) soll deutlich verstärkt werden. Ein neu gegründeter Förderverein unterstützt jetzt das seit zwei Jahren bestehende und von Elmar Widera geleitete Partnerschaftskomitee (siehe Infobox). "Wir hoffen für unsere Arbeit einerseits auf Mitgliedsbeiträge und Spenden, für die wir als gemeinnütziger Verein auch Quittungen ausschreiben", sagt Widera. "Andererseits wären wir glücklich über viele weitere helfende Hände, wenn wir etwa die Partnerschaftsaktivitäten bei Veranstaltungen vorstellen oder wenn Gruppen aus den Partnerstädten zu Gast sind."

"Wir möchten die Idee der Partnerschaft mit Leben füllen", sagt Stephan Meiser, der Vorsitzende des Fördervereins. Noch mehr Menschen aus Langenfeld, Senlis, Ennis, Montale und Gostynin sollten auf kultureller, sportlicher sowie gesellschaftlicher Ebene zusammenkommen. "Das trägt zur Völkerverständigung bei", sagt Meiser, der als Chorleiter mit dem Singekreis an St. Josef schon seit Jahren in den Austausch eingebunden ist.

Während die Kontakte zu Langenfelds fünfter Partnerstadt Batangas City (Philippinen) nicht mehr gepflegt werden, treibt das 15-köpfige Komitee Besuche und Begegnungen mit den anderen Partnerstädten voran. Nach Wideras Angaben hat es sich hierzu in vier Teams unterteilt, die sich jeweils auf Senlis, Gostynin, Ennis und Montale konzentrieren und mit Verbindungsleuten Kontakte pflegen. "So war das französische Team in Senlis und hat wie bei einem Speed-Dating mit einem Vereinsvertreter nach dem anderen gesprochen." Kontakte mit dem Langenfelder Tennis-Club und dem Lydton-Videoclub seien angebahnt, ein Senliser Heimatverein sei ebenfalls an einem Austausch interessiert.

"Das Partnerschaftskomitee hat den Austausch und die Kontakte immens beflügelt", lobt Fachbereichsleiter Jürgen Öxmann. Bis vor zwei Jahren sei die Koordination im Rathaus eher nebenher erledigt worden. Dass nun zusätzlich ein Förderverein gegründet ist und Geld aufzutreiben versucht, sei in Anbetracht des auf 25 000 Euro limitierten Jahreszuschusses wichtig. Diese Summe lasse neben Reisen und Empfängen von offiziellen Delegationen nur wenig Spielraum. Bürgermeister Frank Schneider war gerade bei einer Gedenkfeier in Montale, wo ein U-15-Team des SSV Berghausen zudem ein Jugendfußballturnier gewann. Über das Konrad-Adenauer-Gymnasium läuft bereits ein Schüleraustausch mit Senlis und Ennis, über die Kopernikus-Realschule mit Gostynin, die Arbeiterwohlfahrt organisiert Seniorentreffen mit Senlis und Montale, wohin auch der Kunstverein Langenfeld Kontakte pflegt. Geplant ist laut Schneider, mit allen vier Städten Berufspraktikanten auszutauschen.

Meiser hofft im Förderverein auf "Mitstreiter etwa zur privaten Unterbringung von Gästen, als Übersetzer, bei Besuchsprogrammen oder durch die Bereitstellung von Praktikumsstellen".

Quelle: RP
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