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Monheim
Viel Applaus für die "Piwipp"

Monheim: Viel Applaus für die "Piwipp"
Die Delegation aus Dormagen wurde von Bürgermeister Daniel Zimmermann (2.v.r.) auf der hiesigen Rheinseite begrüßt. FOTO: Tinter, Anja
Monheim. Unzählige Besucher haben am Samstag die Ankunft der "Piwipp" erwartet. Sie säumten Promenade und Rheinufer. Mit Böllerschüssen, Fontänen und viel "Hallo" wurde die neue Fähre begrüßt. Von Dorian Audersch

Kanonenschüsse donnern über das Rheinufer. Das große Löschboot des Chempark Dormagen versprüht meterhohe Wasserfontänen. Direkt am Wasser steht die Spaßkapelle der Paniker und spielt "Et Piwipper Böötche". Unzählige Besucher sind gekommen, um die Inbetriebnahme der historischen Fährverbindung zwischen Monheim und Dormagen zu erleben. Es herrscht Volksfeststimmung.

Begleitet von vielen Salutschüssen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Monheim erreicht die Fähre kurz nach 15 Uhr die Anlegestelle gleich neben dem Aalschokker. An Bord befindet sich eine Delegation rund um den Dormagener Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Auch auf der anderen Seite des Rheins, wo die Gaststätte "Piwipp" heimisch ist, verfolgen viele Bürger den Festakt. Begrüßt werden die Gäste von Prof. Dr. Heiner Müller-Krumbhaar. Der Vorsitzende des Vereins "Piwipper Böötchen" hat die Reaktivierung der vor rund 35 Jahren eingestellten Fährverbindung in den vergangenen zweieinhalb Jahren intensiv vorangetrieben – gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden Emil Drösser.

"Wir fühlen uns durch die zahlreichen Besucher sehr geehrt", betonte Müller-Krumbhaar. "Mein Dank gilt dem Vorstand, den Mitgliedern und vielen Freunden und Förderern." Die Liste der Spender ist lang.

"Hinzu kommt das außerordentliche Engagement des Vereins, der dieses Vorhaben schnell und konsequent realisiert hat", würdigte Bürgermeister Hoffmann die Leistungen beiderseits des Rheins. "Nun sind die Menschen in beiden Städten wieder verbunden."

Einen Impuls für den Tourismus erhoffen sich die beiden Landräte Thomas Hendele (Kreis Mettmann) und Hans-Jürgen Petrauschke (Rhein-Kreis Neuss). "Die Fähre passt wunderbar in das Toursimuskonzept des Kreises", meinte Hendele. Für Tagesausflügler gebe es nun "mehr Varianten" für die beidseitige Erkundung der am Rhein gelegenen Städte. Sein Pendant Petrauschke ist ebenfalls begeistert von der "flussübergreifenden Freundschaft".

Festlicher Höhepunkt war die Taufe der Fähre auf den Namen "Piwipp" – mit einer Magnumflasche Champagner. Vorab segneten Pfarrer Falk Breuer und Kaplan Florian Ganslmeier gemeinsam das "Böötchen". Taufpate Patrick Schwarz-Schütte, dessen Vater Rolf Schirmherr des Vereins ist, erinnert sich noch gut an die alte Fähre, deren Betrieb 1977 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde. "Damals war es Gang und Gäbe, an Sonn- und Feiertagen einen Ausflug auf die andere Rheinseite zu machen", weiß der gebürtige Monheimer und Enkel des Firmengründers von Schwarz Pharma (heute UCB). "Ich freue mich sehr, dass dies jetzt wieder möglich ist."

www.rp-online.de/langenfeld

Quelle: RP
 
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