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Langenfeld/Monheim/Hilden
Warmes für den Winter aus zweiter Hand

Langenfeld/Monheim/Hilden: Warmes für den Winter aus zweiter Hand
Sara Aguirre hat sich in ihrem Geschäft "Die kleine Eule" an der Schulstraße in Hilden auf Markenware aus zweiter Hand konzentriert. Kinder wachsen so schnell aus ihren Mänteln und Jacken heraus, dass diese wie neu aussehen. FOTO: Staschik
Langenfeld/Monheim/Hilden. Wer Flauschiges von Steiff und UGGs fürs Baby sucht, muss nicht den vollen Preis zahlen, wenn er Gebrauchtes kauft Von Isabel Klaas

Auch wenn es nicht ganz den Eindruck macht: Es wird bestimmt kalt in diesem Winter. Wer seinen Sprössling schnell noch in ein paar modische warme Matschhosen, Stepp- oder Teddyjäckchen stecken will, muss nicht unbedingt den vollen Preis bezahlen. Wem es nichts ausmacht, dass Shirts, Pullis oder warme Babystrampler schon einmal getragen, gewaschen oder gereinigt wurden, kann in Second-Hand-Läden für Kinder Super-Schnäppchen machen.

"Manche Eltern ziehen sogar gewaschene Kinderkleidung fabrikneuer vor, weil da die ganze Chemie raus ist", sagt Sara Aguirre vom Second-Shop "Die kleine Eule" an der Schulstraße in Hilden. Sie setzt vor allem auf Markenware, die länger hält und besser aussieht. Besonders beliebt ist bei Eltern offenbar die Firma Steiff als Produzent von hochwertigen Baby- und Kleinkind-Textilien. So schnell wachsen die Kleinkinder aus ihren Mänteln und Jacken heraus, dass viele Produkte kaum getragen sind und wirklich wie neu aussehen.

In der Regel verkauft Sara Aguirre sie für ein Drittel des Neupreises. So kann man denn einen wirklich raffinierten dunkelblauen Teddy-Mantel für ein vier bis sechs Monate altes Kind für 32 Euro erstehen. Auch Petit Bateau, Ralph Lauren und Tommy Hilfiger sind begehrte Marken für den Nachwuchs und reichlich vorhanden. Selbst einen Ski-Anzug in Größe 140 und einen modischen Ski-Overall in Größe 134 gibt es für 28 beziehungsweise zwölf Euro. Und zwei Skihelme warten auf Abnehmer. Von null bis elf Jahre reicht das Angebot an Wintersachen aus zweiter Hand. "Täglich kommt Neues rein", sagt die Chefin.

Und auch in der "Guten Kinderstube", einem Second-Hand-Laden an der Richrather Straße in Langenfeld, hängen die Kleiderständer voll mit Winterware - vom Leopard-Steppjäckchen bis zum Pampolina-Parker mit ausgefallener Stickerei für 27 Euro. "Neu kostet der locker 70 bis 80 Euro", sagt Chefin Kristina Dreier, die seit Juni diesen Jahres alles Gebrauchte rund ums Kind verkauft. Wen wundert es schon, dass die bildhübschen fellgefütterten UGGs für Einjährige so schnell nicht abgelaufen werden konnten, wie sie zu klein wurden?. Sie stehen völlig unbeschadet im Regal und werden sicher schnell das Herz modebewusster Muttis erobern. Für 50 bis 60 Euro sollen sie über die Theke gehen. Und sollten sie schon weg sein: Es gibt auch noch die Minivariante von schicken Timberlands aus Goretex. Auch bei Kristina Dreier sind es vorwiegend Markenprodukte, auf die die Käufer es abgesehen haben. Steiff, Kanz und Burberry im Miniformat sind beliebte Waren. Entsprechend ist das Angebot. Plüschanzüge und Flauschpullis sorgen für wohlige Wärme im Kinderwagen und an der Hand der Eltern, wenn die Temperaturen sinken. Etwas über 20 Euro muss man für ein gut erhaltenes Markenprodukt für die Allerkleinsten rechnen. "Für unter 100 Euro kann man sein Kind hier für den Winter von Kopf bis Fuß hochwertig einkleiden", sagt Dreier, nur Unterwäsche verkauft sie nicht. "Viele Stammkunden bringen gut erhaltene gebrauchte Teile wieder zurück und nehmen gleich neue größere mit", sagt Dreier.

Wenn's ganz günstig sein soll, kann man für den Nachwuchs auch einen Blick in die Kinderecke des SKFM Monheim an der Krischerstraße werfen. Auch dort gibt es gut erhaltene Kinderkleidung von Markenherstellern in den Größen 50 bis 176. Für eine Kinder-Winterjacke zahlt man höchstens acht Euro. "Dann muss sie aber schon sehr pompös sein", sagt eine Mitarbeiterin des Kinderladens. Gerade Babysachen sehen oft noch fabrikneu aus. Nicht nur modebewusste und sparsame Muttis kaufen in der Kinderecke ein, auch Großeltern suchen dort oft nach einer Überraschung für die Enkel.

Quelle: RP
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