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Langenfeld/Monheim
Warnstreik: Kitas zu, Sperrmüll bleibt stehen

Langenfeld/Monheim. Der Parkplatz der Kita "Max und Moritz" an der Oranienburger Straße in Monheim zwischen acht und neun Uhr: Normalerweise ist es hier um diese Zeit voll. Eltern bringen die Kinder in die städtische Einrichtung. Gestern: Leere. Nur vereinzelt parken Autos. An der Tür klebt ein rotes Plakat der Gewerkschaft Verdi: "Heute Warnstreik". Derzeit laufen die Tarifverhandlungen für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Verdi fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt und hat Warnstreiks organisiert, auch für Monheim und Langenfeld.

Wer in Monheim sein Kind in einer der beiden städtischen Kitas angemeldet hat und es Mittwoch trotzdem abgeben durfte, hatte Glück: Für 53 Kinder gab es bei "Max und Moritz" eine Notgruppe, in die auch Kinder aus dem Schwalbennest durften, der zweiten städtischen Kita. Der Großteil der 212 betroffenen Kinder aber musste zu Hause bleiben. Anders in Langenfeld. In einer Kita beteiligten sich drei Erzieherinnen an einer Verdi-Veranstaltung, sagte der Langenfelder Stadtsprecher Andreas Voss. Das habe für den Kitabetrieb keine Auswirkungen gehabt. Dafür merkten Langenfelder den Streik woanders. Während Rest- und Papiermüll abgeholt wurden, ruhte neben Grünarbeiten und der Straßenreinigung die Abfuhr des Sperrmülls. "Rund 50 Mitarbeiter beteiligen sich an dem Warnstreik, so dass wir um Verständnis bitten, dass der Sperrmüll an vielen Stellen stehenbleibt", sagte Betriebshof-Leiter Bastian Steinbacher. Er und sein Team versuchten, einen Teil des Sperrmülls trotzdem abzuholen. Auf jeden Fall soll er heute abgeholt werden.

(bine)
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