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Langenfeld/Leverkusen
Wasserschutz: Kritik an Windrädern

Langenfeld/Leverkusen. Leverkusener CDU fordert für Windkraft in Langenfeld strengen Maßstab.

Ab Anfang 2017 soll im südlichen Reusrath Strom aus Windkraft erzeugt werden. Wie berichtet, hatte die Firma SL Naturenergie GmbH (Gladbeck) den Bau von vier jeweils 99,5 Meter hohen Windrädern in der 2006 nahe der Acker-/Rennstraße für diesen Zweck ausgewiesenen Konzentrationszone beantragt. SL wird nach einem vor Gericht gescheiterten Antrag auf 150 Meter hohe Windräder diesmal die in Langenfeld festgeschriebene 100-Meter-Höhengrenze einhalten; mit zwei neuen Windrädern und zwei Gebrauchtanlagen. Deshalb scheint die Genehmigung der Kreisverwaltung Mettmann nur Formsache zu sein. Doch jetzt wendet sich ein Leverkusener Stadtpolitiker gegen das Vorhaben.

Der Rheindorfer CDU-Ratsherr Rüdiger Scholz bezeichnet in einer Mitteilung die angekündigten Gebrauchtanlagen als "alte Gurken" und stört sich vor allem daran, dass die Windräder innerhalb des Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Leverkusen-Rheindorf aufgestellt werden sollen. Wegen der Fundamente seien massive Eingriffe in den Boden nötig, so Scholz, der die Leverkusener Stadtverwaltung auffordert, in ihrer Stellungnahme strenge Maßstäbe anzusetzen. Immerhin habe man wegen des Wasserschutzes "dem dringend notwendigen Vollsortimenter in Rheindorf-Nord diese Genehmigung versagt". Langenfelds Planungsamtsleiter Stephan Anhalt reagierte auf Anfrage hierzu gelassen. "Nicht die Stadt Leverkusen, sondern die Untere Wasserbehörde des Kreises Mettmann ist zuständig." In Wasserschutzzonen IIIa und IIIb wie auf dem Reusrather Gelände seien Windräder "grundsätzlich nicht verboten, sondern sie bedürfen dort einer Genehmigung". Die Firma SL müsse dazu durch Sicherheitsvorkehrungen verhindern, dass Betriebsstoffe in den Untergrund gelangen.

(mei)
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