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Monheim
Weihbischof segnet die Kranken

Monheim. Der emeritierte Klaus Dick zelebriert eine Messe in der Marienkapelle.

Am "Tag der Kranken" (11. August) kommt der emeritierte Kölner Weihbischof Dr. Klaus Dick nach Monheim. Auf Einladung des Vereins Marienkaplle am Rhein wird er morgen die Kranken segnen.

Die Messfeier beginnt um 10.30 Uhr mit dem Eröffnungsgottesdienst. Anschließend spendet Dick den Krankensegen. Um 16 Uhr beginnt die ökumenische Abschlussandacht mit Pfarrer Burkhard Hoffmann von der katholischen und Till-Karsten Hesse von der evangelischen Kirche. Anschließend spenden beide den Kranken ebenfalls den Segen. Der Tag ist besonders Menschen gewidmet, die sonst nicht alleine in die Kirche kommen können. Für sie und ihre Begleiter wird die Kapelle im vorderen Bereich so eingerichtet, dass die Kranken in die Kapelle gefahren werden können.

Der Grund für diesen besonderen Tag in der Marienkapelle:

In Zeiten großer Not sind seit über 500 Jahren die Menschen zur Marienkapelle gepilgert, um dort zu beten. Vor allem zu Zeiten schwerer Pestepidemien kamen sie von weither - vor allem aus Köln zu "Unse-Liebe-Fraue" zu Monheim. "Heute haben wir zwar keine Pest aber dafür genügend andere Probleme", sagt Hans Schnitzler, Vorsitzender des Marienkapellenvereins.

1553 berichtete der ehemalige Kölner Ratsherr Hermann Weinsberg in seinem berühmten "Weinsberg Report": "Hie tuschen den 7. August zogen min Hausfrau, min Broder Gotschalk... zu Monheim den ganzen tag, visiteirten Unse-Liebe-Fraue daselbst und es quamen vil Leute uis Coln, wollen und barfüssisch dahin mit ir gebitt und sagten uns, wie heftig es sturbe, zu zeiten 200 uff einen tag (an der Pest), nannten uns einige davon, die mir kannten", zitiert Schnitzler das historische Dokument, das belegt, wie bedetuend die Kapelle schon vor fast 500 Jahren als Pilgerstätte war.

(og)
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