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Langenfeld/Wuppertal
Wenzelnberg-Täter: Historiker fordert neue Ermittlungen

Langenfeld/Wuppertal. 71 Jahre nach dem NS-Massenmord am Wenzelberg in Wiescheid könnte es zu neuen staatsanwaltlichen Ermittlungen zum Schicksal des vermissten, mutmaßlichen Haupttäters Theodor Goeke kommen.

Der Wuppertaler Historiker Stephan Stracke hat die Zentralstelle NRW für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen in Dortmund gebeten, "Hinweisen auf ein mögliches Tötungsverbrechen" gegen Goeke und andere nachzugehen. Nach Ermittlungen des LKA im Jahre 1964 soll der SS-Hauptsturmführer in den letzten Kriegstagen 1945 im Sauerland von einem Polen erschossen worden sein. Seine sterblichen Überreste müssten demnach in einem Massengrab in der Gemeinde Ense liegen. Stracke hegt Zweifel an dieser Version.

Am Wenzelnberg erschossen SS und Gestapo am 13. April 1945, drei Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner, 71 Häftlinge aus Remscheid und Wuppertal.

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