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Langenfeld
Wie pflege ich einen Igel zuhause gesund?

Langenfeld. Für die Stacheltiere hat die nahrungsarme Zeit begonnen. Was tun, wenn man ein Tier hilflos findet?

Mit zunehmender Verstädterung finden Wildtiere wie der Igel immer seltener natürliche Lebensräume vor. Manchmal haben die Tiere ohne menschliche Hilfe schlechte Chance, die kalte Jahreszeit zu überleben. Doch wie kann man einem kranken, verletzten oder unterkühlten Igel helfen?

"Nicht jeder Igel braucht Hilfe, aber jede Hilfe muss richtig sein", ist der Leitspruch der Interessengemeinschaft Igelschutz. Generell ist es verboten, geschützte Arten wie den Igel aus der Natur zu entnehmen. Ausgenommen, das Tier ist in Gefahr und damit hilfsbedürftig. Die Stacheltiere sind in der Regel nachtaktiv und halten von Oktober bis März Winterschlaf. Ein Tier, das tagsüber umherläuft, torkelt, unterkühlt oder untergewichtig ist, braucht Hilfe. Bereits ab Anfang November gelten Igel, die leichter als 500 Gramm sind, als untergewichtig. Ist das Tier kälter als die eigene Hand, so muss es vorsichtig aufgewärmt werden. Zum Beispiel mit einer in ein Handtuch gewickelten Wärmflasche. Als vorübergehendes Quartier kann man einen Schuhkarton mit Schlupfloch nehmen, der mit kleingerissenem Zeitungspapier gefüllt ist. Wichtig: Igel ernähren sich naturgemäß von Insekten. Obst oder Gemüse sind ungeeignet. Besser ist eine kleine Schüssel mit Rührei oder Katzenfutter. Und er braucht Wasser, keine Milch.

Ist der Igel krank oder verletzt, sollte man einen Tierarzt oder Igelexperten kontaktieren. Weitere Informationen beim Igelschutz unter Telefon 0202 603403.

(lap)
 
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