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Wiescheid: Verkehr bleibt größtes Problem

Mobile Redaktion: Wiescheid: Verkehr bleibt größtes Problem
An der Gabelung Landwehr führen die B 229 aus Langenfeld, selbige aus Aufderhöhe sowie die Ohligser Straße reichlich Verkehr zusammen. FOTO: Tinter (Archiv)
Langenfeld. Themen am RP-Stand waren gestern außerdem Nahversorgung, Flüchtlingsunterkünfte und bezahlbarer Wohnraum. Von Thomas Gutmann

Langenfeld Aus friesischer Sicht ist Wiescheid nicht nur bergisch, sondern ganz schön bergig, und so machte Fieneke Achterwinter, als sie vor 56 Jahren von Groningen hierherkam, vor allem eine Erfahrung: "Es ging immer bergauf." Das - findet die 71-Jährige - gilt für den Langenfelder Ortsteil mit Solingen-Vorwahl auch im übertragenen Sinne: "Als unsere Kinder klein waren, gab es hier nur einen Bäcker und einen kleinen Lebensmittelladen - jetzt bekommt man beim Aldi alles, was man für den Tag braucht", nannte die Niederländerin gestern am Stand der Mobilen Redaktion der RP ein Beispiel. Doch auch im grünen Wiescheid, dessen 3200 Einwohner überwiegend in Einfamilienhäusern wohnen, herrscht keine heile Welt, besonders in Sachen Straßenverkehr. Dies wurde bei den Gesprächen am RP-Stand vor Aldi an der Ohligser Straße deutlich.

Autobahn-Zubringer Haben die zusätzliche Fahrspur am A 3-Anschluss Solingen/Langenfeld, weitere Abbiegespuren und eine intelligentere Ampelschaltung die Staulage auf der B 229 entschärft? Der ehemalige CDU-Ratsherr Hans Achterwinter (74) meint: Ja, etwas. Dirk Sommer (49) sagt dagegen: "Der Umbau war rausgeschmissenes Geld. Von Wiescheid aus staut sich der Verkehr gegen 8 Uhr noch immer bis mindestens zum Hotel Gravenberg." Michael Kolowski (63), der von Ohligs nach Mülheim pendelt, sagt: "Morgens um 6 Uhr ist es in Ordnung. Nachmittags aber ist der Rückstau bis hoch auf die A 3 fast immer noch so wie früher."

Am Stand der Mobilen Redaktion vorm Aldi in Wiescheid diskutierten gestern unter anderen Fieneke und Hans Achterwinter (r.) sowie Kurt Seyboldt (l.) mit RP-Redakteur Thomas Gutmann. FOTO: Ralph Matzerath

Schleichverkehr Die Ortsmitte leidet nach wie vor unter dem eigentlich verbotenen Durchgangsverkehr. "Die Autofahrer weichen über die Kirchstraße und selbst eine Spielstraße wie die Parkstraße aus", sagt Kurt Seyboldt. Dirk Sommer hat schon Sattelzüge beobachtet, die sich "durch Wiescheid zwängen". Beide setzen ihre Hoffnung in ein Verkehrskonzept mit neuen Einbahnstraßenregelungen und verstärkten Einlieger-frei-Kontrollen.

Parken Die zunehmende Neubebauung hat Wiescheid mehr Autos und weniger freien Parkraum beschert. "Hinzu kommt das eigenwillige Parken einiger Wiescheider", kritisiert Sommer. So kämen Am Obernhof und auf der Altstraße größere Fahrzeuge, etwa der Feuerwehr, kaum zwischen den beiderseits der Fahrbahn geparkten Autos hindurch. Auf der Tiefenbruchstraße - hat Seyboldt festgestellt - ist auf gut 200 Meter Länge oft kein Begegnungsverkehr mehr möglich.

Linienbus Der 791er fährt werktags von Langenfeld ab 20.30 Uhr und am Wochenende ab 18.30 Uhr nur noch stündlich nach Solingen/Wiescheid. "Warum fährt er dazwischen nicht wenigstens bis zur Gabelung", fragt Studentin Liz Sommer (22). "Junge Leute aus Wiescheid, die was unternehmen wollen, sind doch auf diesen Bus angewiesen!"

Quelle: RP
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