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Langenfeld
Windkraft-Gegner fordern neue Artenschutz-Gutachten

Langenfeld. Vor der Sitzung des Langenfelder Stadtrats, der sich heute ein weiteres Mal mit dem Thema Windräder in Reusrath befasst, hat die Bürgerinitiative "Ruhiger Horizont Reusrath" neue Artenschutz-Gutachten verlangt.

Die für die Genehmigung von vier Windkraftanlagen erstellten Expertisen aus dem Jahr 2012 seien aufgrund neuerer Artenschutzregeln des Landes überholt, erklärte Andreas Lobb, Sprecher der Windkraft-Gegner in Reusrath. Der Antragsteller, die SL Naturenergie GmbH aus Gladbeck, müsse deshalb "auf Basis einer aktualisierten Datenerfassung die Fachgutachten komplett neu erstellen", fordert Lobb.

Die bestehenden Expertisen seien mangelhaft, eine redaktionelle Anpassung allein reiche nicht. Der Stadtrat soll heute im nichtöffentlichen Teil der Sitzung ein "gemeindliches Einvernehmen" zu dem Windkraft-Projekt bekunden. Dabei wird lediglich festgestellt, ob das Vorhaben aus städtischer Sicht dem aktuellen Planungsrecht entspricht. Nichtöffentlich deshalb, weil es sich um einen privaten Bauantrag handelt. Für das Genehmigungsverfahren selbst ist der Kreis Mettmann zuständig.

Die SL Naturenergie wollte zunächst zwei 150 Meter hohen Windräder errichten. Nach dem Scheitern dieses Vorhabens will sie nun vier Anlagen bauen, die das für den Standort Reusrath festgelegte 100-Meter-Höhenlimit einhalten.

(gut)
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