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Langenfeld
Wo Arbeit sich wie Urlaub anfühlt

Langenfeld: Wo Arbeit sich wie Urlaub anfühlt
So lässt es sich aushalten: In seinem Café im Freizeitpark Langfort serviert Dino Engelhardt einen frisch zubereiteten Latte Macchiato. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. Dino Engelhardt hat vor knapp anderthalb Jahren das Café im Freizeitpark eröffnet und liebt seinen Arbeitsplatz im Grünen. Von Heike Schoog

Eigentlich ist er Sprachwissenschaftler. Doch es war immer sein Traum, ein Café zu eröffnen. Als die Stadt Langenfeld das leerstehende Gebäude im Freizeitpark Langfort erworben hatte und einen neuen Pächter suchte, bewarb sich Dino Engelhardt (36) und bekam den Zuschlag. Seither genießt er jeden Tag im Grünen, kocht mit Hingabe Kaffee, Latte Macchiato oder Cappuccino für seine Gäste.

Und das ist gar nicht so einfach. Am riesigen Kaffee-Automaten im Café ist noch Handarbeit gefragt. Die Dosierung des Kaffeepulvers spielt dabei eine große Rolle. Davon hängt die Auslaufzeit ab. "Wenn die Menge nicht stimmt, schmeckt auch der Kaffee nicht", erläutert er und führt eindrucksvoll vor, was passiert, wenn zu wenig oder zuviel Espresso-Pulver den Weg ins Sieb gefunden hat beziehungsweise der Kaffee länger durchläuft, als er sollte. "Das wollen Sie nicht trinken", sagt Engelhardt. Und er hat recht.

Dafür ist der korrekt bereitete Latte Macchiato ein Genuss. Umgeben von Palmen, gepflegtem Parkgrün und den See mit seinen Fontänen vor Augen schmeckt Kaffee bei Dino noch einmal so gut. "Das hier ist der schönste Platz in Langenfeld und natürlich der beste Arbeitsplatz, den man sich denken kann", sagt der Pächter - "auch wenn nicht jeden Tag alle Plätze besetzt sind. Das ist ein Saisongeschäft."

50 Plätze gibt es im Café, 140 auf der Terrasse. Fegen, Stühle stapeln, Tische abwischen und Sonnenschirme falten gehört neben dem Ausschank zur täglichen Arbeit. "Glücklicherweise können wir das meiste draußen stehenlassen", sagt Engelhardt, "da der Freizeitpark abends abgeschlossen wird."

Er schätzt es, dass Menschen vieler Kulturen sich bei ihm heimisch fühlen: "Arme und reiche, junge und alte Leute, gleich welcher Nationalität" treffen sich im Dinos. "Das bringt Abwechslung", beschreibt Engelhardt. "Jeder Tag ist eine Wundertüte." Man wisse vorher nicht, ob zehn oder 150 Gäste kommen. "Das ist eine Herausforderung", sagt der Pächter, der gern auch die Cantuccini, die er zum Café serviert, selbst backt ebenso wie den Flammkuchen, den er auf der Speisekarte anbietet.

Engelhardt legt Wert auf hochwertige und regionale Produkte. "Das Leben ist zu kurz für schlechten Kaffee", steht in großen Lettern über der Theke im Café. Deshalb arbeitet er mit einer Privatrösterei aus dem Frankfurter Raum (Joerges) zusammen. Tee, nur lose, bezieht er von Teespresso in der Schoppengasse, der Wein kommt aus dem Weinhaus am Marktplatz und die Minze kauft er im Bioladen Rheinkiesel an der Solinger Straße. Außerdem kooperiert er mit einem Richrather Getränkelieferanten und dem Berghausener Blumentopf.

Allein könnte der Pächter, der sich selbst als Ur-Langenfelder bezeichnet, den Job nicht stemmen. Zwei Vollzeitkräfte und neun Mitarbeiter sorgen für die Gäste. "Besonders an Sonntagen wird es hier voll", sagt Engelhardt. Dann seien auch schon einmal 14 Mitarbeiter im Einsatz. Auch mit Blick auf die Seelichtspiele, die am Freitag starten, hat er schon einmal ausreichend Personal informiert. "Dann haben wir auch schon einmal länger auf." Üblicherweise passt sich das Café den Öffnungszeiten des Parks an - im Sommer bis 22 Uhr. Geöffnet ist täglich ab 10 Uhr.

Quelle: RP
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