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Langenfeld
Wo der buddhistische Laut Om Energie bringt

Langenfeld: Wo der buddhistische Laut Om Energie bringt
Hilde Neyer-Lauer ist überzeugt, dass die gesungene Silbe Om heilende Kräfte bei den Sängern weckt. FOTO: Ralph matzerath
Langenfeld. Im Seniorenheim der Caritas an der Eichenfeldstraße leitet die Langenfelderin Hilde Neyer-Lauer regelmäßig offene Singkurse. Von Sandra Grünwald

Die Kursteilnehmer sitzen im Kreis, ruhig, die Augen geschlossen. "Om..." Den gesamten Raum erfüllt ein gleichmäßiger Klang. Da ist er wieder: "Om..." Es ist ein Klang, der alles zu durchdringen scheint. Für die Gruppe auf den Stühlen soll es ein Klang sein, der die Seele in Schwingung versetzt, den Körper sacht erbeben lässt. Es ist die uralte "Om"-Silbe, die die Buddhisten schon seit vielen Jahrhunderten zelebrieren. Ein Laut, der Energien freisetzt, positive Energien, die Hilde Neyer-Lauer nutzen möchte. "Wir singen für den Frieden auf der Erde und für die Gesundheit der Menschen", sagt die Erzieherin, Shiatsu-Praktikerin und Volkshochschul-Dozentin.

Alle zwei Wochen veranstaltet sie ein Om-Singen im CBT-Haus an der Eichenfeldstraße 21. Dort kommen nicht nur Bewohner der Senioreneinrichtung hin, sondern auch Menschen von außerhalb. "Ich mache das seit zwei Jahren", verrät Hilde Neyer-Lauer. Durch eine Freundin kam sie zum Om-Singen. "Die hatte einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Köln, bei dem solche Treffen stattfanden", erzählt sie. So fuhr sie zunächst regelmäßig nach Köln. Dann begann sie, in Langenfeld selbst solche Om-Abende zu veranstalten. Seit zwei Monaten nun im CBT-Haus. "Es hebt die Energie an", sagt sie. Eine dreiviertel Stunde sitzen die Teilnehmer im Kreis und singen Om. Damit alle die Energie nutzen können, wechseln die Teilnehmer die Positionen. "Manche Leute spüren Wärme oder hören besondere Klänge, manche schlafen nach dem Singen besser", meint Neyer-Lauer. Das komme immer auf den Menschen und seine ganz eigene Empfindsamkeit an.

Adolf Klein kommt regelmäßig zum Singen. Er hat seine Frau mitgebracht, die seit acht Jahren schon im CBT-Haus lebt. "Sie kann nicht mehr sprechen, nicht mehr laufen", sagt er. Sie wird von Lauer gleich in der energiereichen Mitte platziert. Adolf Klein hat selbst noch keine Wärme gespürt oder Klänge gehört. "Ich bin dabei auszuprobieren", erklärt er. Er ist überzeugt, dass das Singen diese Wirkung haben kann. "Ohne Glaube geht es nicht." Gunda Zimmermann ist zum ersten Mal mit dabei. "Ich komme völlig unbedarft", gibt sie zu. Sie ist öfter im CBT-Haus und macht hier so manche Veranstaltung mit. "Singen für den Frieden kann in jedem Fall nichts schaden." Obwohl das Singen auf den Buddhismus zurückgeht, ist die Veranstaltung im CBT-Haus völlig religionsübergreifend. "Hier kann jeder mitmachen", betont Neyer-Lauer. Es gehe vor allem darum, Liebe unter den Menschen zu verbreiten. Nach der dreiviertel Stunde reiben sich dann alle die Hände, um die Energie zu bündeln und legen sie auf einen Teil des Körpers, der Heilung braucht. Danach wird die heilende Energie auf die Erde gelenkt. Das nächste Singen ist am 15. November um 16.45 Uhr.

Quelle: RP
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