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Monheim
Wohnbau-Planung Baumberg-Ost: CO-Pipeline ist weiter ein Thema

Monheim. In Baumberg-Ost wird weiter gebaut. Drei Architekturbüros stellten jetzt ihre Pläne für das Areal Hasholzer Grund zur Diskussion. Rund 100 Anwohner kamen. Das Büro Boris Ennig (Köln) hat den Schwerpunkt auf "lineare Vielfalt" gelegt. "Dabei wird es eine große Vielfalt an unterschiedlichen Häusertypen geben, die Fassaden könnten großteils individuell gestaltet werden. "Wir haben auf einen großen Anteil an Grünflächen geachtet". Die Vorgabe von rund 100 Wohneinheiten auf dem Baufeld - davon mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert - hat das Büro eingehalten, ebenso die beiden Mitbewerber. Von Daniele Funke

Das Konzept vom Büro "Konrath &Wennemar" aus Düsseldorf sieht eine Mitte mit großer Dorfeiche einerseits als "kommunikatives Herz" für alle Generationen, zum anderen als Teil einer Grünachse, die sich durch die vier Siedlungsfelder ziehen und sie miteinander verbinden soll. "Wir haben zudem auf die Südausrichtung der Gärten geachtet, wir planen schlichte, aber elegante Häuser in drei verschiedenen, hellen Klinkerfarben." Michael Hecker vom Büro hmw-Architekten hält Häuser mit Satteldach als geeignet. "Das ist die Grundform, die sich in das Umfeld wunderbar einfügt", erläutert der Architekt, auch er wirbt für eine Mitte des Quartiers. Verschiedene Häusertypen von Stadt- bis Hofhaus in schlichter Architektur sieht der Entwurf außerdem vor. "Wir planen rote Backsteinfassaden." Die Büros planen außerdem Mehrfamilienhäuser direkt an der Europaallee. Einige Besucher der Infoveranstaltung finden das nicht gut. "Die höheren Gebäude bilden eine Art Eingang zu den Quartieren, zum anderen sind sie als Lärmschutz gedacht", erklärt Christina Denker vom Büro ISR aus Haan. Das Thema Lärm beschäftigt die Gemüter sowieso an diesem Abend. Es treibt die meisten Bürger weit mehr um, als die Beurteilung der drei vorgestellten Konzepte. "Ist Lärmschutz an der Autobahn geplant?", fragt eine Anwohnerin. Bürgermeister Daniel Zimmermann verneint das für den Hasholzer Grund und erläutert, es gebe zu Spitzenzeiten Überschreitungen der vorgegebenen Werte, aber im Durchschnitt blieben sie unter den erlaubten Höchstwerten. Ein anderes Thema ist der zusätzliche Autoverkehr. Was ist mit den öffentlichen Verkehrsanbindungen? Gibt es genug Kitaplätze für die rund 500 Familien, die in den kommenden zehn Jahren zuziehen werden? "Ich kann ihnen eins ganz klar sagen", so Zimmermann, "bei allen Planungen haben wir die Neubauvorhaben der Stadt in den kommenden Jahren miteinbezogen." Einer Bürgerin liegt eine andere Frage auf dem Herzen. Laut Koalitionsvereinbarung in NRW wird die CO Pipeline wohl doch in Betrieb genommen. "Mutig, dass Sie direkt dort ansiedeln wollen", sagt sie. Zimmermann verspricht, die Stadt werde alles tun, um die Pipeline zu verhindern.

Quelle: RP
 
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