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Monheim
Wohnen am Rhein ist stark gefragt

Monheim: Wohnen am Rhein ist stark gefragt
Bürgermeister Daniel Zimmermann und Bauherr Gernot Paeschke werden von einem Kran über das Baufeld gehoben. FOTO: Matzerath
Monheim. 49 Wohnungen in den ersten beiden Abschnitten sind bereits reserviert. Das Projekt wird Ende 2019 fertig sein. Von Petra Czyperek

Acht Meter tief ist die Baugrube für die drei Wohnhäuser an der Ecke Rheinpromenade/Krischerstraße. Bürgermeister Daniel Zimmermannn und Bauherr Gernot Paeschke füllten dort, wo später einmal die zweigeschossige Tiefgarage sein wird, gestern den Grundstein für das Projekt "Rheinkiesel 714" am nördlichen Monheimer Stadteingang. Das Düsseldorfer Architekturbüro Konrath und Wennemar hat sich vom Fluss anregen lassen. Die Gebäude sollen drei ans Ufer gespülte Kieselsteine symbolisieren.

49 Wohnungen im ersten und zweiten Bauabschnitt sind bereits reserviert - vor allem im vorderen Abschnitt mit Blick auf den Fluss. Einige der Eigentümer waren extra zum Festakt gekommen, um ihre Unterschriften unter die Urkunde zu setzen. Diese sowie eine Zeitkapsel, Münzen und eine aktuelle Tageszeitung steckte Bauleiter Helmut Clees anschließend in den Grundstein. Später wird er im Treppenhaus verbaut.

Insgesamt entstehen bis Ende 2019 in exponierter Lage 77 Wohnungen und 100 Tiefgaragenstellplätze. Sie sind barrierefrei und mit Aufzügen von der Garage aus zu erreichen. Die drei Häuser sind vier- bis sechs Geschosse hoch. Sie haben eine verwinkelte Struktur, werden voll verklinkert und nehmen die Fassaden der Marienkapelle und der ehemaligen Shell-Abfüllhalle auf, die zur Festhalle umgebaut wird. Die Firma Paeschke investiert 30 Millionen Euro.

"Die Architekten greifen das Umfeld auf", sagte Bürgermeister Zimmermann in seiner Ansprache. Er lobte das "ganz besondere Projekt" in einer "tollen Lage". Mit der kürzlich eröffneten Schiffsanlegestelle sei jetzt ganz real ein neuer Stadteingang entstanden. "Man kommt vom Fluss aus nach Monheim." Die städtische Tourismusförderung arbeite gerade eine Flusskreuzfahrt aus, die man den Bürgern im Frühjahr anbieten wolle, damit diese einen "Blick auf die Skyline" der Stadt bekommen.

Die bestehende Front am Rheinpark werde im Frühjahr um ein Hotel erweitert. Und in drei Jahren rechne er mit der Fertigstellung der großen Festhalle in der ehemaligen Fass-Abfüllhalle. "Das ist dann eine ganz neue Visitenkarte der Stadt", befand Zimmermann. Die drei Häuser würden quasi in diese neu gestaltete Front eingebettet.

Gernot Paeschke blickte auf eine vierjährige Vorbereitungszeit zurück. "Das war die längste und schwierigste, die ich je gemacht habe", sagte der Bauherr. "Wir arbeiten schließlich nicht auf der grünen Wiese, sondern in der Stadtmitte auf einem Knotenpunkt." So diskutierten die Bürger 2012 auf zwei Infoabenden rund um ein Gutachterverfahren mit. 2014 entschied sich die Jury für das Architekturbüro Konrath und Wennemar. Die Erschließung begann im Juni 2016 und dauerte insgesamt zehn Monate. Hunderte von Leitungen wurden verlegt und der Kanal musste saniert werden, ein "Riesenaufwand", erklärte Paeschke.

Im Boden sei man auf jede Menge Bauschutt gestoßen. Und nach dem Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hatten die Baggerfahrer die Auflage bekommen, die Erde in Schichten abzugraben. Vor vier Wochen begannen die Arbeiten an den Fundamenten. "Jetzt ist der Keller fertig."

Quelle: RP
 
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