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Monheim
Zimmermann fordert mehr Gelassenheit

Monheim. Rund 100 Zuhörer verfolgten gestern Abend die Podiumsdiskussion der KKV zur Flüchtlingsfrage.

Zu mehr Gelassenheit in der Flüchtlingsfrage hat der Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann gestern Abend aufgerufen. Bei einer Podiumsdiskussion des KKV, Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, verglich Zimmermann die aktuelle Situation mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als ein zerstörtes Deutschland mehr als zwölf Millionen Vertriebene aufgenommen hat. Deutschland könne 2016 leicht noch einmal dieselbe Anzahl an Flüchtlingen aufnehmen wie 2015.

In Monheim seien derzeit rund 700 Asylbewerber und Flüchtlinge untergebracht. Die Stadt sei bemüht, so viele Flüchtlinge wie möglich in eigenen Wohnungen unterzubringen. Rund 400 der 700 Flüchtlinge seien in solchen Wohnungen untergekommen. Bis 2019 werde die Stadt vier neue Kitas bauen und man habe 2015 elf neue Stellen für Sozialarbeiter geschaffen. "Um die Kinder und Jugendlichen unter den Flüchtlingen mache ich mir keine Sorgen", sagte Zimmermann, Kitas und Schulen hätten zahlreiche Konzepte zur Integration entwickelt. Der Bürgermeister appellierte an die Arbeitsverwaltung, der Arbeitsaufnahme der Flüchtlinge keine Steine in den Weg zu legen. "Wir wissen nicht, wie lange die Menschen bei uns bleiben. Sie vom Arbeitsmarkt fernzuhalten, wäre ein großer Fehler - auch für die Integration." (Ausführlicher Bericht folgt)

(dne)
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