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Monheim
Zimmermann will weiter in die Stadt investieren

Monheim. Auf Einladung des Katholikenverbands KKV debattierte der Bürgermeister mit Ratspolitikern auf dem Monberg. Von Isabell Konegen

Die schuldenfreie Stadt Monheim hat dank üppiger Gewerbesteuereinnahmen große finanzielle Spielräume. Anstehende und geplante Investitionen standen am Samstag im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion auf dem Monberg. Beim neunten Gipfelgespräch des katholischen Wirtschaftsverbands KKV debattierten Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) sowie die Ratsherren Lucas Risse (Peto), Peter Werner (CDU), Werner Goller (SPD) und Manfred Poell (Grüne), beantworteten in der von Herbert Süß (KKV) moderierten Runde auch Fragen aus dem Publikum.

"Wir haben erhebliche Beträge zur Verfügung", sagte Bürgermeister Zimmermann im Hinblick auf mehrere Großvorhaben. So sollen in nächster Zeit fünf Kindertagesstätten gebaut werden, davon zwei in Baumberg, außerdem ein neuer Sportplatz in Baumberg-Ost. Ganz aktuell ist die Überlegung, das in die Jahre gekommene Gebäude der Lottenschule abzureißen. Folgen soll an deren Stelle ein größerer Neubau. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Goller ist strikt dagegen: "Ich halte es für eine Schande, die Schule abzureißen", sprach er ins Mikrofon. Für ihn sei das Gebäude ein "Stück der Stadtgeschichte" und solle demnach geschützt werden.

CDU-Ratsherr Peter Werner sprach Verkehrsprobleme im Monheimer Stadtgebiet an. "Wir müssen Konzepte entwickeln, wie man den Verkehrsfluss wiederherstellt", forderte er. Die zunehmende Ansiedlung von Firmen bringe zwar mehr Arbeitsplätze und Steuereinnahmen mit sich, habe aber auch negative Auswirkungen. Als Beispiel nannte Werner Staus auf der Opladener Straße. Zudem stiegen die Mietpreise an und bestehe ein Mangel an Baugrundstücken. Denn viele Mitarbeiter der neu angesiedelten Unternehmen würden gerne nach Monheim ziehen. Goller regte einen kleinen Siedlungsstreifen südlich des Berliner Viertels an. Manfred Poell nannte als weitere Anliegen der Grünen die Förderung des Radverkehrs und mehr Grünanlagen.

Lucas Risse von der Mehrheitsfraktion Peto erinnerte an eingeleitete Entwicklungen. Der Alte Markt im historischen Zentrum werde umgestaltet, bis zur nächsten Biergartensaison soll er fertig sein. "Die Altstadt wird profitieren", versichert er. Außerdem werde das Rathaus umgebaut, das Bürgerbüro dabei an zentraler Stelle errichtet. Als besonders erfreulich wertete Risse den in Monheim flächendeckenden Glasfaserausbau. Für schnelles und hochleistungsfähiges Internet solle der schon 2018 fertig sein, somit ganze zwei Jahre früher als gedacht.

Fragen aus dem Publikum betrafen vor allem die Planungen für zwei neue Moscheen. Zimmermann bezeichnet das Vorhaben als "Notwendigkeit". Für ihn kommt kein Zweckbau in Frage, die beiden Moscheen sollen immerhin Gotteshäuser verkörpern. "Ich werde mich die nächsten Wochen vor den Ditib stellen", macht Zimmermann klar. Auch muslimische Bewohner sollen sich am 6. Oktober bei der für alle Monheimer Bürger offenen Infoveranstaltung äußern. Die endgültige Entscheidung wird am 26. Oktober im Stadtrat gefällt.

Quelle: RP
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