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Monheim
Zweite Unterschrift in Istanbul

Monheim: Zweite Unterschrift in Istanbul
Battal Ilgezdi (links), Bürgermeister von Atasehir, und Daniel Zimmermann bekräftigten die Partnerschaft mit einer zweiten Unterschrift. FOTO: Selda Altinova
Monheim. Monheims Partnerschaft mit Atasehir wurde jetzt auch in der Türkei besiegelt.

Die erste Unterschrift ist schon knapp ein Jahr her. Im Juni 2015 war die Partnerschaftsurkunde mit dem Istanbuler Bezirk Atasehir in Monheim unterzeichnet worden. Jetzt gab es einen zweiten Festakt: Bürgermeister Daniel Zimmermann war mit einer Delegation in der Türkei und hat das Dokument auch da noch einmal unterschrieben. Zimmermanns Kollege, Battal Ilgezdi, der Bürgermeister von Atasehir, tat dasselbe, und 200 Gäste schauten dabei zu.

Battal Ilgezdi sagte, dass beide Städte großes Interesse daran hätten, zu kooperieren - etwa in der Kultur, im Sport, der Wirtschaft und der Verwaltung, berichtet der Monheimer Rathaussprecher Norbert Jakobs. Außerdem habe Ilgezdi sich gewünscht, dass es zwischen den beiden Städten viele Projekte geben wird.

Zimmermann schloss sich diesen Erwartungen an. Der Monheimer Bürgermeister verwies auch auf ohnehin schon enge Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. "2100 Monheimer besitzen einen türkischen Pass. Hinzu kommen etwa genauso viele Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, deren Eltern oder Großeltern aus der Türkei stammen." Zusammengerechnet, sagt Zimmermann, hätten damit etwa zehn Prozent aller Monheimer türkische Wurzeln.

Was soll die Städtepartnerschaft mit Atasehir bringen? Sie soll zum Beispiel das Wissen und die Wertschätzung für die Kultur dieser Menschen in der Bevölkerung verbessern, sagt Zimmermann.

Atasehir ist übrigens einer von 39 Bezirken im asiatischen Teil Istanbuls. Auf einer nahezu gleichen Fläche wie in Monheim leben dort fast zehnmal so viele Menschen. Die Stadträte von Monheim und Atasehir hatten der Städtepartnerschaft im Dezember 2014 und im März 2015 offiziell zugestimmt. Vorbereitet worden war die Partnerschaft durch die Kontakte der deutsch-türkischen Schülertanzgruppe des Otto-Hahn-Gymnasiums nach Atasehir. Zimmermann dankte deshalb in seiner Ansprache auch allen Eltern, die sich als Gastfamilien zur Verfügung gestellt hatten.

Neben Zimmermann reisten unter anderem die Peto-Fraktionsvorsitzende Lisa Pientak, der Grünen-Fraktionsvorsitzende Manfred Poell, der Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, Hagen Bastian, sowie Engin Altinova nach Atasehir. Altinova hatte die deutsch-türkische Schülertanzgruppe ins Leben gerufen - und ist jetzt auch der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Atamon, der sich der Pflege der Beziehungen widmen will; Stellvertreter ist Bastian. Beide gehen davon aus, dass sich in Atasehir ein gleichartiger Verein gründen wird. Der Name Atamon ist aus den Anfangssilben der Städtenamen entstanden - die Idee hatte Aysegül Çetinkaya, ein Vereinsmitglied.

(bine)
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