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Leichlingen
18-Jährige macht Leichlingen zum Tatort - Samstag Lesung

Leichlingen. Wenn sich Lisa Schniesko zum Schreiben hinsetzt, lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf und verwandelt dabei ihre Heimatstadt in Schauplätze von Mord und Gewaltverbrechen. "Ich lasse mich gerne von Filmen inspirieren, aber Krimis lese ich selbst eigentlich nicht", sagt die Leichlingerin. Sondern lieber Biografien. Mit ihrem Fortsetzungskrimi "Tatort Leichlingen II - Das leere Grab" hat die 18-Jährige jetzt ihr drittes Werk veröffentlicht. Am Samstag liest sie in der Stadtbücherei daraus vor. Von Cristina Segovia-Buendía

Bereits ihr Erstlingswerk der Reihe "Tatort Leichlingen I" - davor veröffentlichte sie eine Sammlung von Kurzgeschichten - spielte sich in der Blütenstadt ab. "Kleinstädte eignen sich gut für Krimigeschichten, weil sie auf den ersten Blick unscheinbar sind, aber doch viele kleine Orte haben, wo sich viel Geschichte versteckt hält", sagt sie.

Eigentlich war eine Fortsetzung ihres ersten Krimis nicht geplant, doch die Resonanz war so überraschend gut für die junge Autorin, dass sie gleich Lust verspürte, die Geschichte weiterzuspinnen. Ob es einen dritten Tatort geben wird, weiß sie noch nicht. Schließlich geht die 18-Jährige noch zur Schule, möchte 2019 ihr Abi machen. Und sie verfolgt weitere literarische Projekte: Im Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland sammelt sie die Geschichten der Kinder und Jugendlichen und deren Eltern. Daraus soll ein neues Buch entstehen: "Ich möchte aus ihrem Leben schreiben, um zu zeigen, wie wichtig und wertvoll eine solche Einrichtung ist." Den Erlös aus dem Verkauf möchte sie dann spenden.

Am Samstag allerdings widmet sie sich noch mal ihrem Krimi: Um den zweiten Teil der Reihe zu verstehen, muss man den ersten nicht gelesen haben, sagt Schniesko. Ihr neuer Tatort beschäftigt sich mit sechs mysteriösen Todesfällen. "Es geht um sechs verhexte Kinder aus der Vergangenheit und ein siebtes Kind, das in der Gegenwart lebt", erzählt die Autorin. Geschrieben ist das Werk in der Ich-Perspektive: "Es wird nicht klar, ob es eine männliche oder weibliche Person ist. Auf jeden Fall handelt es sich um einen Jugendlichen."

Die Lesung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
 
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