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Leichlingen
225 Straftaten mehr in Leichlingen

Leichlingen. In der aktuellen Kriminalstatistik ist Leichlingen eine von nur zwei Städten im Kreisgebiet mit ansteigenden Fallzahlen. Von Peter Korn

Kellereinbrüche haben der Kreispolizei in Leichlingen die Kriminalstatistik gründlich verhagelt. Eine Serie mit mehr als 100 Vorfällen dieser Art hat die Gesamtzahl für das Delikt um 134 Prozent steigen lassen. In Verbindung mit einer deutlichen Zunahme an Diebstählen aus Kraftfahrzeugen (+ 43) hat die Entwicklung dazu geführt, dass in der aktuellen Kriminalstatistik 225 Straftaten mehr für Leichlingen ausgewiesen werden, als im Vorjahr.

Damit ist Leichlingen neben Rösrath die einzige Kommune im Kreisgebiet mit ansteigenden Fallzahlen. In allen anderen ging die Zahl zurück. 2015 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 14.564 Straftaten registriert. Dies entspricht gegenüber dem Jahr 2014 einer Abnahme von 625 Straftaten (- 4,1 Prozent).

Für Leichlingen weist die Statistik im einzelnen aus:

•Steigerung um 225 Taten insgesamt ( 1.669 / + 15,6 Prozent )

Zunahme

-Diebstähle aus Kraftfahrzeugen (+ 43 / + 26,5 Prozent)

-Kellereinbrüche ( + 103 / + 134 Prozent) -Wohnungseinbruch ( +26 / +35,1 Prozent)

Rückgang

-Raub ( - 3 / - 37,5 Prozent )

-Sachbeschädigung (- 18 / - 15,6 Prozent)

-Geschäftseinbruch ( -13 / - 65 Prozent)

Polizeidirektor Gerd Wallmeroth versichert dennoch, Leichlingen sei auch angesichts dieser Statistik nicht plötzlich zu einem unsicheren Ort geworden: "Bei der Serie der Kellereinbrüche hatten wir bekanntlich eine Festnahme zu verzeichnen", erläuterte er gestern auf Anfrage. Die fließe allerdings ebenso wenig in die Statistik ein, wie die Tatsache, dass bei den Haus-und Wohnungseinbrüchen in diesem Winter ebenfalls viel weniger Aktivität zu verzeichnen war, als im Vorjahr, das noch in der Statistik berücksichtigt wurde. "Gleichwohl bleiben wir natürlich gerade in Sachen Einbruch wachsam und verstärken unsere Aktivitäten", kündigte der Polizeidirektor an. Im Einzelnen sind vorgesehen:

- Fortsetzung der intensiven Beratungsangebote des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz

- Intensivierung der Präsenzmaßnahmen mit behördeneigenen Kräften und mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei (ähnlich wie 2014)

- Intensivierung der Spurensicherungsmaßnahmen an Einbruchstatorten

- Verstärkung der Ermittlungsmaßnahmen in enger Abstimmung mit benachbarten Polizeibehörden

- Fortsetzung der Aktion "Riegel vor" in Kombination mit der regionalen Aktion "110 - Immer sofort" zur Steigerung des Hinweisaufkommens

Wie wichtig Engagement der Bürger bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs ist, machte Kreisdirektor Erik Werdel anhand eines Zahlenbeispiels gestern deutlich: "Im Jahr 2015 blieben von den 1098 Delikten 46,3 Prozent - in absoluten Zahlen sind das 509 - glücklicherweise im Versuchsstadium stecken", sagte er. Gründe hierfür seien unter anderem "die technischen Sicherungen in den Häusern oder Wohnungen und aufmerksame Nachbarn" gewesen. "So ein Hinweis", sagt auch Wallmeroth, "hilft uns meist mehr als alles andere."

Quelle: RP
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