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Leichlingen
ADAC stützt Kritik an Leichlinger Parkuhren

Leichlingen: ADAC stützt Kritik an Leichlinger Parkuhren
Die Möglichkeit, auch alternative Systeme bei der Bezahlung nutzen zu können, fehlt Leichlinger Parkscheinautomaten. FOTO: uwe miserius
Leichlingen. Das elektronische Taschenparkuhr-System "Park-O-Pin" war 2010 zwar ein erster Versuch, auch bargeldloses Parken in Leichlingen einzuführen. Das Ergebnis ist jedoch bekannt: Das System floppte - von den notwendigen Endgeräten für 45 Euro das Stück waren in der Blütenstadt nach gut einem Monat gerade mal eine Handvoll verkauft worden. Von Peter Korn

Und seitdem blieb alles beim alten: Wer in Leichlingen parken möchte, muss Bargeld dabeihaben. Und oftmals auch einen längeren Weg in Kauf nehmen, denn die Parkschein-Automaten liegen so manchem Autofahrer deutlich zu weit auseinander. Diese Kritik wurde in den vergangenen Monaten von Lesern unserer Zeitung jedenfalls immer wieder geäußert.

Jetzt hat der Automobilclub ADAC diese Kritik indirekt gestützt: Dr. Roman Suthold, Leiter der Abteilung Verkehr und Umwelt beim ADAC, erklärte gestern auf Anfrage, Erreichbarkeit von Parkscheinautomaten sei ebenso wichtig, wie die Möglichkeit, auch alternative Systeme bei der Bezahlung nutzen zu können. "Parkscheinautomaten sollten in ausreichender Zahl vorhanden sein, also maximal 20 Parkplätze pro Automat", sagt der Experte. "Außerdem sollten sie mit einer bargeldlosen Bezahlfunktion ausgestattet sein." Danach sucht man in Leichlingen bislang vergeblich. Vom städtischen Ordnungsamt war gestern personalbedingt noch keine Stellungnahme zu dem Thema zu erhalten.

Suthold rät grundsätzlich aber, auch alternative Systeme zu prüfen, wie etwa Handy-Parken, mit dem in anderen Städten gute Erfahrungen gemacht worden seien.

Darüber hinaus gebe es noch diverse andere intelligente Systeme, die den Druck beim Parken verringern helfen. Die Plattform ampido.com beispielsweise ist der erste deutsche Marktplatz, auf dem Besitzer von privaten Parkplätzen diese Parkmöglichkeiten in der Zeit, in der sie sie selbst nicht nutzen, vermieten können. "Mit einem normalen Smartphone lässt sich so selbst die Garageneinfahrt für diverse Zeit zu einem Parkplatz umwandeln", sagt ADAC-Experte Suthold.

Von alldem profitieren schon viele Städte: In Leichlingen wird unterdessen erst mal weiter bis zum nächsten Automaten gewandert.

Quelle: RP
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