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Leichlingen
Ärger um Gelben Sack: Kommt die Gelbe Tonne?

Leichlingen: Ärger um Gelben Sack: Kommt die Gelbe Tonne?
Der Gesetzesentwurf für die Wertstoff-Tonnen soll nach den Sommerferienin den Deutschen Bundestag eingebracht werden. FOTO: busch (archiv)
Leichlingen. Immer mehr Leichlinger beschweren sich über die Qualität der Gelben Säcke. Einige fordern die Wertstofftonne - doch auch die ist umstritten. Von Peter Korn

Würde man es in der Sprache der Entsorgungsunternehmen formulieren, müsste man es folgendermaßen ausdrücken: "Zunächst war da nur ein Riss, doch jetzt hat die öffentliche Meinung dem Gelben Sack ein mächtiges Loch verpasst."

Seit dem Bericht in unserer Zeitung, dass die Qualität des Gelben Sackes in Leichlingen immer wieder zu wünschen übrig lasse, insbesondere, was die Risskanten angeht, haben sich jede Menge Leser gemeldet, die von ähnlichen Problemen berichten.

Einer schreibt: "Dass die Säcke Schrott sind, ist schon ewig bekannt." Ein anderer fügt hinzu: "Als ich die Säcke im Rathaus abgeholt habe, habe ich eine Rolle mehr bekommen als mir zustand. Mit dem Hinweis, sie seien weiterhin so schlecht. Und damit hat man auch völlig recht."

Die Bergische Wertstoff-Sammel GmbH (BWS) mit Sitz in Engelskirchen, dist für die Entsorgung von Verpackungsmüll und Altglas in 20 Kommunen in Rhein-Berg und Oberberg zuständig ist, hatte zu der ursprünglichen Kritik argumentiert, man habe bisher nichts aus der Bevölkerung mitbekommen.

Schließlich habe man in der Zwischenzeit sogar den Lieferanten gewechselt - und der neue biete eine durchweg gute Qualität der Säcke. Allerdings sei es natürlich immer mal möglich, dass Perforations-Messer zu spät gewechselt und daher stumpf werden.

Diese Erklärung lassen die Leichlinger Leser-Stimmen allerdings nicht gelten: "Ich kann vom Betreiber des Systems erwarten, dass er mir eine ordentliche Lösung für die Sammlung und Entsorgung der Verpackungen bereitstellt - und die aktuellen gelben Säcke sind es in jedem Fall nicht", formuliert es ein Leichlinger Unternehmer.

Könnten die Gelben Tonnen eventuell eine Lösung sein, für die das Bundesumweltministerium gerade einen Gesetzentwurf bastelt? Er soll nach den Sommerferien eingebracht werden, bietet aber schon Anlass zur Kritik, denn dort sollen auch Dinge eingeworfen werden können, die bisher nicht als Wertstoffe gelten, zum Beispiel Bobby Cars oder Quietsche-Enten. Auch ist für viele Hausbesitzer nicht geklärt,wo diese zusätzliche Tonne denn hingestellt werden soll.

Also doch Gelber Sack? Ein Sprecher des Leverkusener Entsorgungs-Unternehmens Avea brachte gestern einen Beitrag in die Diskussion ein, der durchaus zielführend sein könnte. Er kritisierte vor allem die Ausschreibungskriterien, nach denen Aufträge für die Produktion von Gelben Säcken vergeben werden. Diese seien so abgefasst, dass Hersteller die Kriterien erfüllen könnten, aber trotzdem für Verbraucher schlechte Qualität ablieferten: "Und das kann einfach schlichtweg nicht sein."

Quelle: RP
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