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Leichlingen
Ambulantes Hospiz will ins Stadtzentrum rücken

Leichlingen: Ambulantes Hospiz will ins Stadtzentrum rücken
Christine Schwung und Inka Stirl (v. l.) vom ökumenischen ambulanten Hospiz füttern gemeinsam mit RP-Anzeigenberaterin Roswitha Pennartz das Spendenschwein. Zum zehnten Geburtstag im Herbst spendiert die Bäckerei Willeke dann noch eine Geburtstagstorte, die für den guten Zweck verkauft werden soll. FOTO: Ralph Matzerath
Leichlingen. 700 Euro erbrachte eine RP-Spendenaktion für das ambulante Hospiz. Doch bei der Übergabe ging es noch um viel mehr. Von Peter Clement

Ein wenig stolz war RP-Anzeigenberaterin Roswitha Pennartz schon. Immerhin 700 Euro hatte eine von ihr initiierte Gemeinschaftsaktion mit Leichlinger Geschäftsleuten eingebracht, deren Spenden von Privatleuten noch großzügig aufgestockt worden waren. Empfänger: das ökumenische ambulante Hospiz Leichlingen.

Das Geld fand jetzt ein warmes Plätzchen im Bauch eines Porzellan-Sparschweins, das Christine Schwung und Inka Stirl zur Spendenübergabe mitgebracht hatten. "Eine schöne Aktion, wir freuen uns sehr", sagten die beiden Koordinatorinnen des Hospizdienstes und teilten auch gleich mit, wofür das Geld ausgegeben werden soll: die Fortbildung ehrenamtlicher Helfer.

Sie sind das Herz des ambulanten Hospizes - die Menschen, die Sterbende zu Hause begleiten, damit diese geborgen, schmerzfrei und in Würde bis zuletzt leben können. Zudem unterstützen sie Angehörige und entlasten sie. Von diesen Mitarbeitern hätten Christine Schwung und Inka Stirl gerne noch mehr: "Sie werden bei uns gut und gründlich ausgebildet", sagen die beiden, und vor allem: "Sie werden gebraucht."

"Menschen, die ihrem Tod nahe sind, wollen diese letzte Phase ihres Lebens möglichst schmerzfrei in vertrauter Umgebung verbringen und in Geborgenheit sterben", sagt Christine Schwung. Das ökumenische Hospiz Leichlingen will Sterbenden und ihren Angehörigen und Freunden Zeit schenken, zuhören und bei Belastungen und notwendigen Überlegungen helfen. "Wir sind kein Rechts- oder Pflegedienst", sagt Schwung. Eine Begleitung könne von allen erbeten werden - unabhängig von Konfession oder Gesinnung, Sozialstand oder Hautfarbe. Sie finde im häuslichen Umfeld statt. Und natürlich sei sie nur ein Angebot, nie ein Zwang. "Letztlich entscheidet das jeder selbst."

Gerade weil das Thema Sterben in der Öffentlichkeit aber so oft ausgeblendet wird, träumen sowohl die beiden Koordinatorinnen als auch Rolf Müller, der Vorsitzende des Trägerausschusses, davon, bald vom jetzigen Büro in der Uferstraße in ein neues Domizil im Zentrum ziehen zu können. Es soll einerseits groß genug sein, dass Kurse und Fortbildungen dort stattfinden können, andererseits aber auch so zentral liegen, dass, so Schwung und Stirl, "Leute einfach mal spontan auf einen Kaffee hereinkommen und uns kennenlernen können".

Quelle: RP
 
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