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Leichlingen.
Balker Schützen: Neue Anlage bringt internationales Spitzen-Event

Leichlingen.. Manchmal reichen Ruhe und Konzentration alleine nicht aus, sondern es bedarf auch etwas Glücks. Das zeigte sich am letzten Tag der internationalen Schießsportwoche auf der Schießanlage Balker Aue. Insgesamt 250 Sportschützen - so viele, wie in den letzten zehn Jahren nicht - kämpften bei der Balker Schießgesellschaft 1907 um Platz und Sieg. Von Gabi Knops-Feiler

Unter ihnen waren Deutsche- und Rheinlandmeister sowie Bundesligaschützen, die nur zu diesem Anlass anreisten. "Für uns hat es Festcharakter auf sportlichem Sektor", beschrieb Vorsitzender Michael Erstfeld die Bedeutung des seit mehr als 25 Jahre existierenden Wettbewerbs. Stark angezogen wurden die Sportschützen besonders von den idealen Bedingungen. Erst im Frühjahr hat der 50 Mitglieder zählende Verein neue elektronische Luftdruck-Anlagen für insgesamt 28.000 Euro angeschafft und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Amortisieren werde sich diese Investition wohl nie, meinte Erstfeld, sie solle vor allem bessere Trainingsmöglichkeit bieten. Die alten Papier-Zielscheiben haben ausgedient. "Das neue Ziel sieht aus wie eine Scheibe, ist es aber nicht", erklärte zweiter Vorsitzender Alexander Klünsch. 

Ergebnisse werden dem Schützen auf einem Monitor angezeigt und zugleich mit Rangfolge auf einen weiteren Bildschirm im Aufenthaltsraum übertragen. Dort verfolgten gestern dutzende Zuschauer das Stechen um Platz drei in der Disziplin Luftpistole, bei dem Astrid Au aus Pier (Kreis Düren) mit 96,2 Ringen siegte. Ein spannendes Finale auf hohem Niveau gab es zudem in der Kategorie Luftgewehr aufgelegt. Gewinnerin wurde Ute Klein (SV Höhscheid, Solingen) mit 104,7 Ringen. "Das ist mit Abstand unser jüngstes Finale", informierte Klünsch vor dem Luftgewehr-Schlussfinale, bei dem drei junge Frauen und ein Mann gegeneinander antraten. Mit 49 Jahren war Andrea Zimmermann von der Leverkusener Schießgesellschaft SG Fettehenne nicht nur älteste, sondern auch einzige Vertreterin eines örtlichen Vereins. Angesichts der großen Konkurrenz aus Kevelaer hegte sie keine großen Erwartungen. Doch es sollte anders kommen. In zehn Runden verbesserte sie sich Stück für Stück und erreichte am Ende 101,4 Ringe. Nur Jacquelyn Rappenhöner (SSGem Kevelaer) war mit 102,5 Ringen noch besser. "Glück gehabt", strahlte Zimmermann.

Quelle: RP
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