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Leichlingen
Bauprojekt in Kradenpuhl vor dem Aus

Leichlingen: Bauprojekt in Kradenpuhl vor dem Aus
Ein privater Investor möchte in Kradenpuhl (Pfeil) neun freistehende Einfamilienhäuser in Form von Einzel- und Doppelhäusern bauen. FOTO: rp
Leichlingen. Die Stadt hat erhebliche Bedenken gegen neun neue Häuser im Bereich Kuhler Wiesen. Sie will selbst nicht weiter aktiv werden. Von Peter Clement

Die Empfehlung an die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung ist eindeutig: "Die Verwaltung wird nicht beauftragt, die Vorprüfung für ein potenzielles Wohngebiet in Kradenpuhl auf den Kuhler Wiesen durchzuführen, das Verfahren der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes fortzuführen und einen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für dieses Gebiet vorzubereiten", heißt es in der Vorlage für die Sitzung am kommenden Donnerstag.

Aus dem Verwaltungsdeutsch übersetzt heißt das: Die Stadt hat erhebliche Bedenken gegen neue Wohnbebauung im Bereich Kuhler Wiesen und will nicht selbst weiter aktiv werden. Ein privater Investor möchte dort neun freistehende Einfamilienhäuser in Form von Einzel- und Doppelhäusern bauen. Die Grundstücksgrößen liegen bei rund 500 Quadratmetern. Die Gärten sind nach Südwesten und Nordwesten ausgerichtet. Die Planung sieht ein- bis zweigeschossige Gebäude mit Satteldach vor. Dies entspreche dem Charakter der umliegenden Bebauung, betont der Investor.

Erschlossen werden soll die geplante Bebauung über die bereits vorhandene Straße Kradenpuhl, "die in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt und mit neuen Leitungen versehen wird", heißt es im Exposé.

Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Die Stadt hat Bedenken:

- bezüglich der Entsorgung des Regenwassers. Die geplante Versickerungsmulde für das Oberflächengewässer der Erschließungsstraße wird vom Tiefbauamt als problematisch angesehen. Es sei zu erwarten, dass es Konflikte zwischen den Grundstückszufahrten und der Mulde geben würde, heißt es.

- bezüglich der Unterhaltungskosten. Sie sind laut städtischem Abwasserbetrieb zu hoch.

- bezüglich einer Zersiedelung der Landschaft. Bevor es zur Ausweisung eines neuen Baugebiets komme, solle der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. A 11/ Teil A vorrangig behandelt werden, sagt die Stadt. Der nur teilweise umgesetzte Plan biete ausreichend Reserveflächen für Wohnbauland.

Die Entscheidung darüber trifft der Leichlinger Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 28. April, im Ratssaal. Beginn ist um 17 Uhr.

Quelle: RP
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