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Leverkusen
Bebauung "Alte Post": Stadt erwartet Klage

Leverkusen: Bebauung "Alte Post": Stadt erwartet Klage
Zwei Dutzend Politiker trotzten dem Wetter und verfolgten die Ausführung von Andrea Murauer (l.) beim Rundgang durch Witzhelden. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Es war nass und kalt, aber das Interesse wurde nicht weggespült: Rund 25 Politiker haben sich am Dienstagabend mit der Verwaltung auf einen Stadtspaziergang durch Witzhelden begeben. Von Ina Bodenröder

Damit löste Andrea Murauer, Fachbereichsleiterin Wohnen und Bauen, ein Versprechen der Bürgerbefragung "Innenstadt" ein: einen Rundgang mit Erläuterungen aus dem Blickwinkel der Stadt- und Verkehrsplaner sowie Beiträgen des Stadtarchivars zur historischen Entwicklung des Ortes anzubieten.

Los ging es auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche im Zentrum Witzheldens. Das Areal ist der Mittelpunkt des Denkmalbereichs im Höhendorf. Den hätten örtliche Politiker in jüngster Vergangenheit gerne ausgeweitet, um mehr Einfluss auf die Gestaltung von Neubauten zu nehmen. Das ist nach derzeitigem Stand nicht möglich, hätte aber Anwendung auf dem ehemaligen Parkplatz der Gaststätte "Zur alten Post" finden können - Punkt zwei des Rundgangs. Hier laufen die Vorplanungen zur Bebauung mit zweigeschossigen Gebäuden plus Dachgeschoss. Wann der Bau beginnt, konnte Murauer nicht sagen: "Wir rechnen damit, dass gegen die Baugenehmigung geklagt wird", sagte sie angesichts bisheriger Gerichtsverfahren in der Sache.

Am Markt diskutierten die Teilnehmer die Parkplatznot und die Probleme der "örtlichen Knotenpunktgeometrie", dem Kreuzungsverlauf der Straßen also, der immer wieder Staus im Ortszentrum verursacht. Um Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Verwaltung und Bürgern ging es auf dem Friedhof, wo die Werkzeugkiste die Zusammenarbeit von Stadt und Verkehrs- und Verschönerungsverein symbolisiert.

In die Zukunft richtete sich der Blick an der Grundschule Flamerscheid: Nach der Renovierung im letzten Jahr soll bald der Spielplatz daneben saniert werden. Am Wohngebiet "Auf dem Wiedenhof" endete der Rundgang - ein Beispiel für die Bebauung der 1960er: vergleichsweise eng, in heutiger Zeit so nicht mehr planbar.

"Für unsere Beratungen in den Ausschüssen und im Rat war der Rundgang hilfreich, weil er ein genaueres Bild von der Situation vor Ort lieferte", sagte CDU-Fraktionsmitglied Doris Weiske. Das können sich am 15. März auch interessierten Bürger machen: Dann gibt es einen weiteren Rundgang, Treffpunkt: 17 Uhr, evangelische Kirche.

Quelle: RP
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