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Leichlingen
Breite Zustimmung in der Politik für Innenstadt-Plan

Leichlingen. Nach dem Bekanntwerden mehrerer Details zur Zukunft des alten "Kaufpark"-Geländes drücken einige der Entscheider aufs Tempo. Von Peter Clement

Gut einen Monat, bevor die Planer des Leichlinger Büros Pässler, Sundermann und Partner ihre Ideen zur Zukunft des ehemaligen Kaufpark-Areals öffentlich vorstellen werden, steht bereits fest: Es gibt in der Politik offenbar eine breite Übereinstimmung hinsichtlich der Qualität der Planung. Dies ergab jedenfalls eine Umfrage unserer Redaktion gestern bei Leichlinger Kommunalpolitikern.

Unterschiedliche Auffassungen gibt es offenbar lediglich hinsichtlich der Dringlichkeit der Umsetzung. Manche betonten, die Planung müsse schnell umgesetzt werden, andere äußerten sich dazu nicht.

Unsere Redaktion hatte am Samstag berichtet, dass es den Planern offenbar gelungen ist, eine zentrale Forderung der Bevölkerung und der Politik umzusetzen: die Öffnung zur Wupper. Wie genau dies geschehen soll, wird am 20. November im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung bekannt gegeben.

Angesichts der Enge des Grundstücks ist jedoch davon auszugehen, dass eine Lösung innerhalb des Gebäudes (Dachterrasse?) gefunden worden ist. Das Grundstück umfasst mehrere Parzellen mit einer Fläche von 7000 Quadratmetern. Die öffentlichen Wege gehören nicht dazu.

Auch eine weitere zentrale Forderung erfüllen die Planer offensichtlich. Das neue Gebäude soll neben Wohnungen auch den schmerzlich vermissten Supermarkt enthalten, damit die Versorgungslücke für die Innenstadt nach dem Kaufpark-Umzug an den Stadtrand geschlossen werden kann.

All das geschieht, ohne Stadtpark oder andere Flächen jenseits des Kaufpark/Aral-Geländes anzugreifen - kein Wunder also, dass sich CDU-Fraktionsvorsitzender Helmut Wagner gestern hocherfreut über die Planungsvorlage zeigte. Pässler, Sundermann und Partner hätten schon bei anderen Gelegenheiten gezeigt, dass sie sehr gut arbeiten, betonte der Christdemokrat: "Das setzt sich hier offensichtlich fort. Uns gefällt natürlich besonders, dass die Wupperöffnung - wie von uns gefordert - nun tatsächlich auf dem Kaufpark-Gelände realisiert werden kann."

Lothar Esser (FDP) sieht es ähnlich: Den Eindruck, die Politiker zögen an einem Strang, hält er für zutreffend. "Der Planungsvorschlag, ist gut, und wir stehen im Großen und Ganzen dahinter". sagte er. Ab dem 20. November gehe es dann um die Details. Doch auch da ist er zuversichtlich: "Wir haben lange gebraucht, jetzt soll endlich etwas passieren", sagte Esser.

Ähnlich äußerte sich Franz Jung von der Bürgerliste Witzhelden-Leichlingen (BWL): Für die Leichlingen sei enorm wichtig, dass sie wieder fußläufig einen Vollsortimenter-Supermarkt erreichen könnten. Das leiste die Planung und "das müssen wir jetzt auch politisch hinbekommen", betonte Jung.

Zu den Unterstützern zählt auch die Linke. Dennoch machte deren Ratsherr Klaus Reuschel-Schwitalla gestern deutlich, dass auch bei einem Fokus auf die schnelle Umsetzung der "Kaufpark"-Pläne das Rathaus nicht vergessen werden dürfe: "Auch dieses Gebäude sollte keinen Meter weit versetzt, sondern in seiner Kernsubstanz saniert und erhalten werden", betonte der Politiker.

Nicht alle im Stadtrat vertretenen Parteien konnten (oder wollten) sich gestern zu den Plänen äußern. So hieß es von SPD-Ratsfraktionschef Matthias Ebecke kurz und knapp: "kein Kommentar". Die Freien Wähler (UWG) und die Grünen waren telefonisch nicht zu erreichen.

Nach dem 20. November dürften jedoch auch sie sich zu den Pläne für die Innenstadt äußern.

Quelle: RP
 
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