| 00.00 Uhr

Leichlingen
Bronze für den "Alten vom Berge"

Leichlingen: Bronze für den "Alten vom Berge"
Witzheldens Stadtkirche hatte bei der Wahl zur "Kirche des Jahres 2015" den zweiten Platz belegt. FOTO: Uwe Miserius (Archiv)
Leichlingen. Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gibt es eine Bronze-Tafel für die Witzheldener Kirche, die zu weiteren Spenden animieren soll. Von Peter Clement

Bei der Wahl zur "Kirche des Jahres 2015" hatte die Evangelische Stadtkirche Witzhelden, im Volksmund als "Der Alte vom Berge" bekannt, den zweiten Platz belegt. 54.000 Euro stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) damals zur Verfügung, um Risse im Deckengewölbe des Kirchenschiffs und die Verformung der Turmfront sowie Feuchtschäden zu beheben.

Nun erhält Baukirchmeister Gerd Busch in diesen Tagen eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der Glücksspirale". Die soll er gut sichtbar anbringen. Denn so bleibe das Engagement der privaten Förderer der Stiftung auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und könne zu weiterer Unterstützung motivieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Witzheldener Kirche, gute Stube und kultureller Mittelpunkt des Höhendorfes, ist eines von über 390 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie Glücksspirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Etwa eine halbe Million Euro hat die Sanierung der Witzheldener Kirche letztlich gekostet. Der Kirchbauverein hat mit Mitgliederbeiträgen, Spenden und Zuschüssen in den vergangenen 25 Jahren insgesamt 113.000 Euro in die Sanierung und den Erhalt der Kirche investiert. Weitere 45.000 Euro wurden 2015 eingesetzt.

Die Denkmalschutzstiftung nennt den "Alten vom Berge" stadtbildprägend. Sie erhebe sich "an der Stelle der einstigen St. Henricuskirche, deren Zehnt- und Patronatsrecht ursprünglich dem Kölner Gereonsstift zustand. Woher der jetzige Name kommt, ist nicht bekannt. Der aus unverputztem Bruchstein bestehende Kirchenbau wurde zwischen 1768 und 1772 errichtet. Ursprünglich verputzt belichten den rechteckigen Saalbau weiterhin hohe Rundbogenfenster. Das große, bunt verglaste Rundfenster in der Ostwand wurde allerdings erst 1907 eingefügt. Ein verschiefertes Mansarddach deckt den Bau.

Zu betreten ist das Bauwerk durch den massiven, viergeschossigen Westturm, der von einem Vorgängerbau aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt. Den ungegliederten Turm deckt ein Pyramidendach. Im Inneren überspannt ein Kreuzgratgewölbe die Turmhalle und ein Holztonnengewölbe den Raum, den dreiseitig umlaufende Emporen auf Holzsäulen prägen. Die schlichte Ausstattung stammt weitgehend aus der Erbauungszeit."

Gerade der Turm hatte es 2015 auch der Wettbewerbsjury angetan: Er sei das "älteste Bauwerk in der Region", hieß es damals.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leichlingen: Bronze für den "Alten vom Berge"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.