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Leichlingen
Buchpate werden und Plätzchen verzehren

Leichlingen. Machen Sie dieses Jahr keine Aktion für die Stadtbibliothek? Mehrmals wurde Buchhändlerin Lisa Gilljohan in den letzten Wochen von Kunden gefragt, die sich in den vergangenen Jahren beteiligt haben. Jetzt ist es so weit. Seit Freitag ist das Regal im Eingangsbereich mit 135 Büchern bestückt. Wer eines davon bezahlt, hat es für die Stadtbibliothek gekauft und wird zum Buchpaten. Auf Wunsch wird der Name des Spenders darin vermerkt. Zum Dank gibt es einen Gutschein, der im Café Büchel an der Bahnhofstraße gegen leckere Plätzchen eingetauscht wird. Seit mehr als zehn Jahren wird in der Vorweihnachtszeit die Aktion "Bücher und Plätzchen" durchgeführt, immer von denselben Kooperationspartnern: Buchhandlung Gilljohann, Café Büchel, Stadtbücherei und dem Förderverein der Stadtbücherei, der auf Wunsch entsprechende Spendenquittungen ausstellen kann. Jedes Jahr übernimmt jemand die Patenschaft für das Projekt. Dieses Mal ist es die Künstlerin Heiderose Birkenstock-Kotalla, die auch regelmäßig privat für die Bücherei sammelt, weil sie Lesen einfach wichtig findet. Zum Beispiel bei ihrer Jahresausstellung, die am Samstag zu Ende ging. Da wurde unter allen Spendern ein kleines Bild von ihr verlost. Für die Stadtbücherei ist solch bürgerschaftliches Engagement überlebenswichtig. "Alle diese Bücher hätten wir nicht mehr kaufen können, weil unser Etat aufgebraucht ist", erklärt Bibliotheks-Leiter Enno Steinkämper, der die Wunschliste für die Buchhandlung zusammengestellt hat. Zum großen Teil ist es Ersatzbeschaffung für besonders gefragte und entsprechend zerlesene Exemplare. Das sind überwiegend Bilder- und Kinderbücher oder Comics, die einfach deutlich schneller rundlaufen als Romane und Sachbücher. Solche stehen allerdings auch im Aktionsregal. Einige davon sind ganz neu und stehen auf der Bestsellerliste. 23.500 Euro hat die Leichlinger Stadtbücherei jährlich als Medienetat zur Verfügung. "Das hört sich vielleicht viel an, ist aber schnell verbraucht", sagt Steinkämper und zählt auf, was davon so alles bezahlt wird: alle Zeitungen und Zeitschriften, CDs, DVDs, Brettspiele und natürlich Bücher. Von Monika Klein

Rund 1500 Euro beträgt der Wert der ausgewählten Bücher. Und Lisa Gilljohann ist zuversichtlich, dass die meisten bald verkauft sind. In der Vergangenheit fanden sich immer genügend Buchpaten, darunter auch Kinder. Manche wünschten sich die Bücherspende als Geburtstagsgeschenk. Wer möchte, darf sich als Buchpate auf Platz eins der Ausleih-Liste setzenlassen.

Quelle: RP
 
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