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Leichlingen
Bücherei: Förderverein wünscht sich Platz, Personal und Café

Leichlingen: Bücherei: Förderverein wünscht sich Platz, Personal und Café
Feierten auf engstem Raum den 25. Geburtstag des Fördervereins: Sandra Beierlein, Gert Schulze, Claudia Bönnhoff, Dagmar Pärsch-Roos, Anne Bosbach und Angelika Legrand. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Das silberne Jubiläum zum Bestehen des Fördervereins der Stadtbücherei Leichlingen bot reichlich Anlass zur Freude. Viele Worte gab es darüber, was der Verein, dem aktuell 81 Unterstützer angehören, in den letzten 25 Jahren alles bewirkt hat. Aber im Beisein von Bürgermeister Frank Steffes und rund 50 Gästen gab es auch kritische Töne und Forderungen. Von Gabi Knops-Feiler

Sandra Beierlein, Vorsitzende seit 2011, blickte mehr voraus als zurück und versicherte, man werde helfen, dass die Bücherei als ein Ort der Bildung und Begegnung attraktiv bleibe. Gerade erst habe die Vereinigung ein neues Logo und eine neue Homepage bekommen. Steffes lobte die Arbeit des Fördervereins, nahm den Akteuren aber die Hoffnung, dass sich in den nächsten Jahren an der derzeitigen Situation etwas ändern könnte, zumindest was die Räumlichkeiten betreffe. Enno Steinkemper, Leiter der Stadtbücherei, bedankte sich mit Blumen beim Förderverein und nannte den Sommerleseclub als Beispiel für das enorme Engagement.

"Wir haben einiges auf die Beine gestellt", fasste Maria Gorißen, Vorsitzende von 1991 bis 1997, zusammen und erinnerte daran, dass es dem Förderverein gelungen sei, die Stadtbücherei zu erhalten. Es brauche immer noch Bürger, die bereit seien, das Leben in der Stadt aktiv mitzugestalten, bemerkte Wolfgang Tönnesmann, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender. Die Bibliothek des 21. Jahrhunderts beschrieb er mit einem Zitat von FAZ-Redakteur Hubert Spiegel: Sie ist eine "hochspezialisierte Hightech-Apparatur, kuschelweiche Kita für Erwachsene und robuste Kampfmaschine für Integration und gegen soziale Benachteiligung."

Dagmar Pärsch-Roos, zweite Vorsitzende des Fördervereins, stellte eine Liste mit Wünschen und Forderungen auf. Man brauche Platz für Medien und Menschen, ausreichend und gut geschultes Personal, flexible Umgestaltung, genug Leseplätze, eine Hör-Bar und ein Lese-Café mit separaten Räumen für Workshops. Sie habe aber den Eindruck, dass die Bücherei für die Verwaltung keine besondere Rolle spiele. Das halte sie für falsch. Im Zusammenhang mit der Innenstadtplanung sollte es möglich sein, eine barrierefreie, ruhig gelegene Bücherei in der Mitte der Stadt zu schaffen. Auch Synergien mit anderen kulturellen Einrichtungen seien wünschenswert. "Wir wollen einen kulturellen Mittelpunkt für die Bürger", sagte sie. Denn: "Lesen ist Bildung, und Bildung ist Zukunft."

Weitere Aktivitäten ziehen sich durch das gesamte Jubiläumsjahr: Es folgen Lesungen mit Brigitte Glaser (27. April, Bergische Bauernscheune), "Kommissar Overbeck" Roland Jankowsky (18. Juni, Brauhaus Aloysianum) und Elke Heidenreich (9. Dezember, SinnesWald-Spinnerei), Lesenacht mit Annette Langen (Blütenbad) sowie die neue Reihe "Wohnzimmerlesung".

www.förderverein-stadtbücherei-leichlingen.de.

Quelle: RP
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