| 00.00 Uhr

Leichlingen
CDU will mit ihrem neuen Chef den politischen Wechsel in der Stadt

Leichlingen. Zurücklehnen und andere reden lassen: Was in vielen Vereinen normal ist, soll sich bei den Mitgliederversammlungen der Leichlinger CDU nun ändern. Am Mittwochabend fand das erste Treffen unter dem neuen Vorsitzenden Maurice Winter statt, bei dem die Teilnehmer in drei Workshops zu den Themen "Kommunikation", "vorpolitischer Raum" und "erlebbare Politik" ihre Ideen und Anregungen zur künftigen Parteiarbeit einbringen konnten. Von Ina Bodenröder

"Wir wollen den aktiven Austausch", sagte Winter. Hintergrund dürfte auch sein, dass die CDU im Kreis, besonders aber in Leichlingen, ein Problem mit der Altersstruktur ihrer Mitglieder hat und speziell neue Christdemokraten bewusster in die Parteiarbeit einbinden muss. "In Leichlingen sind 18 Prozent der Mitglieder über 80 Jahre, das ist im Kreisvergleich überdurchschnittlich alt", sagte der CDU-Kreisvorsitzende Rainer Deppe. Zwar gebe es auch einige 20- bis 29-Jährige, aber genau ein Mitglied, das noch nicht 20 sei. "Wir haben noch nicht wegen Überfüllung geschlossen", betonte Deppe.

Auf Kreisebene will die CDU ihre Neumitglieder nun gezielt ansprechen und plant, einen Mitgliederbeauftragten zu etablieren. Dessen Pendant soll sich später auch in den Vorständen der CDU-Stadtverbände finden und sich um die gezielte Ansprache der Christdemokraten kümmern. Will sich die CDU präsentieren, wie es Rainer Deppe vorschwebt, braucht sie indes tatsächlich viel Engagement ihrer Mitstreiter. "Die CDU muss die größte und beste Bürgerinitiative sein, die nicht nur ein einzelnes Thema, sondern das Gesamtwohl einer Stadt im Blick hat", formulierte der Kreisvorsitzende seine Vision. So müsse sie den Bürgerwillen umsetzen. Dafür aber braucht die CDU Menschen, die gut vernetzt sind und erkennen, was der Bevölkerung wirklich wichtig ist.

In den drei Workshops diskutierten die Leichlinger Christdemokraten dementsprechend, wie sie zukünftig den Austausch mit Vereinen und Initiativen stärken, der sinkenden Wahlbeteiligung entgegenwirken und die Kommunikation innerhalb und außerhalb der CDU verbessern können. "Wir müssen Wege finden, um unsere Botschaften zu transportieren", forderte Winter. Schließlich wollten die Christdemokraten die verbleibende Zeit bis zur Kommunalwahl 2020 nutzen, um die Weichen für den politischen Wechsel in Leichlingen zu stellen, hieß es bei der Versammlung.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leichlingen: CDU will mit ihrem neuen Chef den politischen Wechsel in der Stadt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.