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Leichlingen
Das Dörfliche begeistert die Bewohner

Leichlingen: Das Dörfliche begeistert die Bewohner
In der Mitte des Seniorendorfes befindet sich ein Teich mit Springbrunnen. Das nahe gelegene Café steht sowohl den Bewohnern als auch Besuchern offen. FOTO: Pilgerheim Weltersbach
Leichlingen. Das Pilgerheim Weltersbach feierte am Wochenende sein 90-jähriges Bestehen mit Bewohnern und Mitarbeitern. Von Gabi Knops-Feiler

Auf der Bühne erklangen Schlager wie "Mein kleiner, grüner Kaktus", während ringsum reges Treiben herrschte. Die Menschen saßen in Gruppen zusammen und plauderten entspannt: Es war Dorffest im Pilgerheim Weltersbach. Der 90. Geburtstag sollte bewusst nur mit Bewohnern, Mitarbeitern und deren Angehörigen begangen werden, hatte Geschäftsführer Joachim Noß entschieden. "Bei den Bewohnern wollen wir uns für die Treue bedanken, bei den Mitarbeitern für deren Einsatz", kommentierte Noß.

Den Auftakt bildete ein Konzert am Freitag. Am Samstag stand ein Familienfest auf dem Programm. Damit die Küche des Diakoniewerkes an diesem Tag ausnahmsweise kalt bleiben konnte, waren diverse Speisen- und Getränkestände aufgebaut, an denen sich rund 700 Gäste auf Kosten des Hauses bedienen konnten. Die dreitägige Feier wurde gekrönt durch einen Gottesdienst am Sonntag, bei dem Pastor Michael Noss aus Berlin, Präsident des Bundes Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, die Festpredigt hielt.

Das Programm des Familienfestes am Wochenende kam bei Mitarbeitern und Bewohnern gut an. FOTO: Uwe Miserius

1927 nahm das Diakoniewerk auf dem Gelände im Weltersbachtal zwischen Leichlingen und Witzhelden seine Arbeit auf. Gartenbaubetrieb und Landwirtschaft auf dem Areal sollten dazu beitragen, die Selbstversorgung sicherzustellen. Heute leben in Weltersbach mehr als 500 Menschen in sechs Pflegeheimen und in 170 Wohnungen. Die unterschiedliche Häuserstruktur aus Alt- und Neubauten inmitten der Natur verleihen dem Dorf nach wie vor besonderen Charme. Das ist es auch, was Bewohnerin Marianne Peter (70) an Weltersbach so schätzt. Inzwischen lebt sie seit 2003 im Tal.

Lucie Konrad gefällt besonders, dass sie vor Ort alles hat, was sie braucht. Erst vor einem Jahr ist die 86-Jährige aus Dinslaken vom Niederrhein zugezogen. "In den 80er Jahren habe ich hier Kinderfreizeiten geleitet", erzählt die rüstige Seniorin. "Schon damals habe ich mir vorgenommen, dass ich zurück komme, wenn ich einmal alt bin. Ich habe mein Haus verkauft und jetzt bin ich hier. Es war höchste Zeit."

Quelle: RP
 
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