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Leichlingen/Bergisch
Deppe: ,Stimmung wurde immer besser'

Leichlingen/Bergisch. Die CDU feiert im Kreishaus ihren alten und neuen Landtagsabgeordneten. Blumen für Heike Engels von der SPD. Gemische Gefühle bei den beiden Leichlinger Kandidaten: Zufriedenheit bei Lothar Esser (FDP), Enttäuschung bei Jürgen Langenbucher (Grüne). Stromausfall legt zeitweise Rathaus in Leichlingen lahm. Von Ina Bodenrüder und Sebastian Rademacher

Gladbach

Jubel der CDU im Kreishaus Bergisch Gladbach - der Kandidat Rainer Deppe hat den Sprung in den Landtag erneut geschafft. Der Wahlkampf war lang und anstrengend, Deppe führte zahlreiche Gespräche, war viel im Kreis unterwegs. "Ich habe gespürt, dass die Stimmung von Woche zu Woche besser wurde. Jetzt bin ich sehr glücklich", sagt der 60-Jährige. In den Gesprächen mit den Wählern habe er gespürt, dass viele Vertrauen in ihn haben. Dieses Vertrauen möchte er nun zurückzahlen - durch gute Arbeit im Landtag. Deppe: "Heute wird gefeiert, morgen beginnt die Arbeit."

Gemischte Stimmungslage bei den beiden Kandidaten aus Leichlingen: Lothar Esser (FDP) ist glücklich mit dem Ausgang der Wahl - sowohl auf Landesebene, als auch für ihn persönlich. "Es ist klar, dass ich nicht den Prominenten-Status eines Christian Lindner habe - von daher bin ich mit meinem Abschneiden zufrieden", sagt er. Anders ist die Gemütslage bei Jürgen Langenbucher, dem Kandidaten der Grünen. "Wir haben die Wahl verloren, das ist bitter für die vielen Mitglieder, die sich sehr engagiert haben", sagt der Leichlinger, der auch mit seinem persönlichen Ergebnis nicht zufrieden ist. "Ich weiß aber nicht, was ich hätte besser machen sollen. Die Rückmeldungen der Bürger waren gut, das passt mit dem Wahlergebnis nicht zusammen."

Nur eine Hand voll Menschen hatte es gestern Abend ins Foyer des Rathauses verschlagen, um zu sehen, wie die Leichlinger bei der Landtagswahl abgestimmt haben. Auf einem großen Fernseher liefen schon die Interviews mit den politischen Gewinnern und Verlierern, als die ersten Zahlen aus Leichlingen veröffentlicht wurden.

Bürgermeister Frank Steffes (SPD) hätte sich wohl eher ein anderes Ergebnis gewünscht. "Ich denke, es gibt eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Leistung der Politik. Bei Wahlen trifft es dann meist die Regierung", erklärte er sich das Abschneiden der Sozialdemokraten. Außerdem sei die mediale Darstellung von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) und des Landesumweltministers Johannes Remmel (Grüne) "suboptimal" gewesen. Persönlich wünschte er sich indes vor allem eines: "Keine große Koalition. Dabei gehen die Sozialdemokraten unter und die beiden großen Parteien blockieren sich gegenseitig."

In Leichlingen ist die Landtagswahl nach Auskunft der stellvertretenden Leiterin des Bürgerbüros, Claudia Gerlach, sehr ruhig abgelaufen, in den 16 Wahllokalen habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Selbst der Stromausfall in der Innenstadt kurz vor Schließung der Wahllokale hat die Auszählung nicht verzögert. "Sonst hätten wir es auch ohne Strom hinbekommen", betonte Bürgerbüroleiterin Brigitte Gutendorf.

Quelle: RP
 
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