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Leichlingen
Der Sperrmüll wird zum Ärgernis

Leichlingen: Der Sperrmüll wird zum Ärgernis
Mit Kleinteilen befüllte Kartons und Wäschekörbe oder befüllte sperrige Gegenstände werden stehengelassen, teilt der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) mit. Diese Gegenstände blieben an der Montanusstraße zurück. FOTO: uwe miserius
Leichlingen. Immer häufiger bleiben Teile an der Straße stehen. Von Peter Korn

Die Nachbarin in der Montanusstraße war hörbar aufgeregt, als sie ihre Beobachtungen in der vergangenen Woche am Telefon schilderte: Erst habe jemand regulär Sperrmüll vor dem Haus abgeladen, berichtete sie, doch dann hätten alle möglichen Leute diverse Gegenstände einfach hinzugestellt - "und jetzt hat die Müllabfuhr einen ganzen Teil nicht mitgenommen".

Kein Einzelfall in Leichlingen: Immer häufiger bleiben offenbar Teile, die nicht originär zum Sperrmüll gehören, an der Straße stehen. Was nette Zeitgenossen nicht davon abhält, ihren Krempel anderen einfach unterzujubeln. Einfach beide Augen zudrücken und den Müll trotzdem mitnehmen, das gehe leider nicht so einfach, teilte Christoph Rösgen vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) jetzt auf Anfrage mit. "Wir wollen so ein Verhalten ja nicht auch noch belohnen", betonte er. Im übrigen gebe es jede Menge Möglichkeiten, an den Wertstoffhöfen solche Gegenstände loszuwerden.

Als Richtschnur für das, was zum Sperrmüll zählt, hat der BAV diverse Punkte aufgelistet: - zu groß für die Restmülltonne, kann aber noch von Hand verladen werden;

-Gegenstände, die in haushaltsüblichen Mengen von bis zu drei Kubikmeter je Haushalt bereitgestellt werden;

- bewegliche Gegenstände, das heißt, sie sind nicht fest mit der Wohnung verbunden (Ausnahme: Einbauschränke);

- das Material stammt nicht aus Renovierungen oder Baumaßnahmen:

- es handelt sich nicht um Renovierungs-, Bau-/ Abbruch- oder Gartenabfälle;

- wird üblicherweise bei einem Umzug mitgenommen

- ist frei von Schadstoffen

- kann von zwei Arbeitern gehoben werden

Mit Kleinteilen befüllte Kartons und Wäschekörbe oder befüllte sperrige Gegenstände werden stehengelassen, erklärt der BAV. "Entsorgen", sagt Rösgen, "muss das alles dann der Hausbesitzer."

Quelle: RP
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