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Leichlingen
Die Grundschule der kleinen Forscher

Leichlingen: Die Grundschule der kleinen Forscher
Warum ist der Himmel blau? Helena (links), Dorothea und Kornel wollen es wissen. Die Netzwerkkoordinatorin des Projekts "Haus der kleinen Forscher", Susanne Reinhold, ist sehr angetan von der Experimentierfreude der Kinder. FOTO: Miserius
Leichlingen. An der Uferstraße experimentieren Schüler unter Anleitung ihrer Lehrer naturwissenschaftlich. Dafür ist die Schule gestern amtlich zertifiziert worden. Von Ina Bodenröder

Rote Farbe, lauwarmes Wasser, Essig und jede Menge Backpulver - und schon war er fertig, der Mini-Vulkan der Klasse 4 an der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Uferstraße. Richtig gebrodelt hat es auf der Bühne. "Dabei entsteht Kohlenstoffdioxid", referierten die Viertklässler vor großem Publikum aus Kindern, Lehrern und Vertretern von Stadt und Kreis.

Denn gestern ist die Grundschule als erste im Norden des Rheinisch-Bergischen Kreises als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert worden. Dafür hatte sie eine ganze Menge Vorarbeit leisten müssen, so dass die Schüler ihr Forscherwissen jetzt zeigen konnten. "Unsere Lehrer haben sich fortgebildet, um ihr neues Wissen an die Kinder weitergeben zu können", berichtete Schulleiterin Waltraud Lotz. Kindgerecht und spannend vermitteln sie naturwissenschaftliche Phänomene, und zwar zu Themen wie "Wasser in Natur und Technik", "Forschen mit Sprudelgas" und "Technik - Kräfte und Wirkungen". Mit Spendengeldern konnte ein Forscherraum in der Schule eingerichtet werden, um auch hier Phänomene, Zusammenhänge und Hintergründe selbstständig ausprobieren und erforschen zu können.

An der Wupper hat bereits ein Wasserprojekt stattgefunden, bei dem eine vierte Klasse umfangreiche Untersuchungen durchgeführt hat. "Wir sind total glücklich über die erfolgreiche Bewerbung als Haus der kleinen Forscher", sagte Lotz.

Die Auszeichnung bekommen Schulen, die das Forschen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - den sogenannten MINT-Fächern - besonders unterstützen. "Wir wollen damit mehr Kinder für die Naturwissenschaften begeistern", sagte Sophia Tiemann, Leiterin des Amtes für Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis. Das Projekt ist erkennbar langfristig angelegt, zielt es doch auch darauf ab, den künftigen Bedarf an Arbeitskräften in den MINT-Fächern zu decken.

Bürgermeister Frank Steffes war persönlich zur Übergabe des Zertifikates gekommen und zeigte sich äußerst angetan: "Ich bin ganz stolz auf euch", lobte er die Schüler. Schließlich mache Forschen großen Spaß, zu erkunden, wie die Dinge, wie die Welt funktioniere.

Damit eine Bewerbung als "Haus der kleinen Forscher" erfolgreich ist, muss das Forschen als fester und regelmäßig wiederkehrender Bestandteil in den Schulalltag integriert sein. Die Projekte, Beobachtungen und Versuche müssen dokumentiert, die Lehrer regelmäßig zu Fortbildungen geschickt werden. Für zwei Jahre darf die Grundschule Uferstraße nun die Plakette als sichtbares Zeichen aufhängen, danach kann sie sich erneut um die Zertifizierung bewerben.

Quelle: RP
 
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