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Leichlingen
Ein Blumenmeer lockt in die Blütenstadt

Leichlingen: Ein Blumenmeer lockt in die Blütenstadt
Im Brückerfeld gab es eine wahre Blumenpracht. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Hobbygärtner fanden im Brückerfeld vieles, das ihr Herz höher schlagen ließ. Aber auch Gäste, die sich nicht für Pflanzen interessierten, kamen auf ihre Kosten. Hinzu kam der verkaufsoffene Sonntag. Von Ina Bodenröder

Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, ist schwer zu sagen: Womöglich war es die Kombination aus Muttertag, gutem Wetter, Wahl- und verkaufsoffenem Sonntag sowie Frühlingsfest, die die Menschen am Sonntag mobilisiert und besonders viele in die Leichlinger Innenstadt gelockt hat. Im Brückerfeld zog vor allem das große Blumen- und Pflanzenangebot, in der Brückenstraße waren die Läden voll. "Es ist der Hammer", zeigten sich einige Händler äußerst zufrieden mit der Nachfrage und betonten, dass die verkaufsoffenen Sonntage ihnen einen guten Teil ihres Jahresumsatzes sicherten.

Die Öffnung am Sonntag hatte die Gewerkschaft Verdi zuletzt in einigen Städten mit einstweiligen Verfügungen verhindert, in Leichlingen aber keinen Einspruch gegen die Veranstaltungspläne der Stadt und des Wirtschaftsförderungsvereins WIV eingelegt. So war die Innenstadt am Samstag und besonders am Sonntag voll.

Im Brückerfeld dominierten die Blumenstände das Angebot: Von Bonsai-Bäumchen vom holländischen Händler über Schnittrosen bis Margeriten-Büschen und Petunien für den Garten aus örtlichen Gärtnereien war dort so gut wie alles zu haben, was der Hobbygärtner begehrt. Doch auch Händler mit für ein Frühlingsfest eher ungewöhnlichen Waren und Dienstleistungen zog es in die Blütenstadt: einen Stand mit asiatisch anmutenden Wohnaccessoires zum Beispiel, eine dauerputzende Verkäuferin von Fensterreinigungsmitteln oder einen Portraitzeichner, der um Kundschaft nicht verlegen war.

Daneben reihten sich Stände für Schmuck, Lederwaren, Tiffany-Fensterschmuck oder Holzkunstwerk auf, umrahmt vom Popcorn-Wagen und musikalisch begleitet von Leierwagen-Musik. Unter großen Baldachinzelten präsentierte ein Händler exklusive Gartenmöbel. Am Sonntag zog außerdem ein mobiles Jazztrio von der Brückenstraße bis zur Postwiese und sorgte mit Banjo, Trompete und Tuba für Stimmung.

Die "Essecke" im vorderen Bereich des Brückerfeldes stieß diesmal auf positive Resonanz. "Ich finde es gut, dass sich hier Bier-, Grill- und die anderen Ess- und Getränkestände konzentrieren. Da bleibt man länger gemütlich zusammen sitzen", sagte eine Besucherin aus Solingen.

Den drei weiteren verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr 2017 in Leichlingen scheint nach diesem Auftakt offenbar kaum noch etwas im Wege zu stehen: Geplant sind sie für den 2. Juli im Rahmen der Leichlinger Kunst- und Klangmeile, zum Obstmarkt am 1. Oktober und zum Leichlinger Bratapfelfest am 3. Dezember.

Quelle: RP
 
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