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Leichlingen
Ewald Matarés Tochter erklärt Mosaik

Das Mosaik in der Eingangshalle der GGS Grundschule Büscherhof stand gestern im Mittelpunkt des Interesses. Denn es stammt von dem Künstler Ewald Mataré, der es 1964 für die Schule als Auftragsarbeit entworfen hat. Gestern nun war die Tochter des 1965 verstorbenen Künstlers Sonja Mataré in der Schule zu Gast, um zu erzählen, wie das großformatige Kunstwerk entstand. Von Marion Meyer

Doch zunächst musste Schulleiterin Sandra Richter mit den rund 200 anwesenden Schülern klären, was ein Mosaik überhaupt ist. "Ein Bild, das angeklebt wird, nicht gemalt" lautete eine Antwort. "Kleine farbige Steine an der Wand" eine andere. Weil es der 90-jährigen Sonja Mataré zu anstrengend war, vor so einer großen Menschenmenge zu sprechen, las eine Freundin, Elisabeth Janssen, vor, was die Tochter des Künstlers von der Entstehung des Mosaiks noch wusste.

Es war auf jeden Fall eine Auftragsarbeit für die damalige Volksschule. Kunst am Bau war in den 60er Jahren ein großes Thema. Der Entwurf zu dem Mosaik lag beim Tod des in Burscheid geborenen Bildhauers vor, der sich vor allem durch seine sakralen Arbeiten einen Namen gemacht hat. Die Skizze befindet sich heute noch in Matarés Atelier in Meerbusch, wo er später lebte. Studenten der Kunstakademie Düsseldorf, vor allem Hede Bühl, übernahmen die Ausfertigung des filigranen Werks aus mehreren Tausend dreieckigen Steinchen. Die dreieckigen Formen sorgen für weiche Konturen.

Das Mosaik zeigt eine Landschaft am Bodensee mit Wiesen und Wäldern und den Resten einer Burg. Obwohl stilisiert, konnten die Schüler das Dargestellte genau erkennen. "Die Dreiecke zusammengesetzt ergeben Sechsecke, die aussehen wie Bienenwaben und somit Symbole darstellen für Wachsen und Unendlichkeit", las Janssen. Die Farben reichen von Grün, Braun bis zu einem rosa-erdfarbenen Ton. Jeden Tag kommen die Schüler an dem Mosaik vorbei. Nun sehen sie es sicher mit anderen Augen.

Quelle: RP
 
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