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Leichlingen
Ex-Stadtchef Müller stellt Fotos aus

Leichlingen. So viele Exponate wie diesmal wurden noch nie für die Jahresausstellung Leichlinger Künstler abgegeben. Die Jury hatte die schwierige Aufgabe, aus 118 Arbeiten von 46 Bewerbern die besten herauszufiltern. Mehr als 37 Exponate sollten nicht übrig bleiben, sonst hätte der Platz im Bürgerhaus nicht gereicht, um die Werke ordentlich zu präsentieren. Von Monika Klein

Am Sonntag, 6. Dezember, wird die Schau eröffnet, zusammengetragen von 24 Künstlern, die in Leichlingen wohnen, arbeiten oder hier geboren und aufgewachsen sind. Die Vernissage zu dieser 26. Jahresausstellung beginnt um 11.15 Uhr. Zur Eröffnung spricht die Künstlerin Sabine Weber (Verein Kunstwerk-Köln), die mit ihrem Kollegen Eberhard Ross aus Mühlheim und der Direktorin des Bonner LVR Landesmuseums, Dr. Gabriele Uelsberg, die Jury bildete. Sie wird sicher einiges zu den Beweggründen sagen, die zu dieser Auswahl geführt haben.

Es sind viele "Wiederholungstäter" dabei, deren Namen alljährlich auf den Einladungskarten stehen, aber auch einige Neue. Der Bekannteste ist sicher Ernst Müller, der nach seiner Amtszeit als Bürgermeister nun offensichtlich Zeit für die kreative Beschäftigung mit dem Fotoapparat hat. Künstlerische Aktivität sei ihm immer ein wichtiges Pendant zur Arbeit im Büro, in Gremien und am Verhandlungstisch gewesen, bekennt er im Online-Katalog.

Dass Müller Musik machte, ist hinlänglich bekannt, aber er nutzt auch schon seit den 70ern regelmäßig die Kamera, um Gefühle oder kuriose Augenblicke festzuhalten, wie beispielsweise im ausgewählten Bild "Paradiso Pax".

Weder verwandt noch verschwägert ist er mit Heike Müller, die ebenfalls zum ersten Mal vertreten ist mit einem abstrakten Acrylgemälde. Zwei weitere Neulinge sind Winfried Becker und Viviane Maccio-Figgemeier, die in der Provence aufwuchs und erst seit einigen Jahren im Rheinland lebt.

Neu liest sich der Name AG LUKBERT, bekannt sind hingegen die beiden Bildhauer, die für ihre Zusammenarbeit Teile der Vornamen zu einer Einheit verschmolzen, ähnlich wie bei der künstlerischen Gestaltung. Lukas Kröver und Berthold Welter befassen sich mit Typen, mit Charakteren, die nicht dem Mainstream entsprechen und diese lassen sie aus gefundenen Materialien zusammenwachsen. Beide sind auch mit eigenständigen Arbeiten in dieser Jahresausstellung vertreten, die wieder ein buntes Spektrum von Techniken und Stilen aufblättert.

Kirsten van den Bogaard ist in Leysiefen aufgewachsen, aber längst nach Köln emigriert. Die freischaffende Malerin ist die einzige Teilnehmerin, deren Bilder auf glänzendem Malgrund von einer renommierten Galerie vertreten werden. Die Malerei ist auch für Nina Holzweg Hauptberuf geworden. Sie legt den Fokus auf unspektakuläre Alltagsdinge. Außerdem sind in der Jahresausstellung vertreten: Ilse Alshuth-Goffart, Ines Baumgart, Anne Bernhardi, Andi Dost, Winfried Gille, Dieter Hönicke, Axel Joerss, Christoph Myschliwzyk, Werner Preuß, Hermann Josef Pützstück, Ursula Pützstück, Christoph Schellenberg, Ulla Schellin, Peter Thönes, Frank Tschentscher und Romana Tyralla.

Öffnungszeiten bis 20. Dezember: Dienstag, Donnerstag 17 bis 20 Uhr, Samstag 15 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr.

Quelle: RP
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