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Leichlingen
Feuerwehr fuhr 230 Einsätze und sucht Nachwuchs

Leichlingen: Feuerwehr fuhr 230 Einsätze und sucht Nachwuchs
Wehrleiter Ronald Hillbrenner (vorne rechts) ehrte Willi Heling für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Leichlingen. Hinten stehen (v.l.): Gerd Schröder, Thomas Buchfeld, Bernd Weißhaupt, Frank Schwemmlein und Andreas Breitenbach. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Ohne die Freiwillige Feuerwehr gehe es nicht. Sie sei unverzichtbar in der Stadt Leichlingen, betonte Bürgermeister Frank Steffes bei seinem Premierenbesuch der Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. Von Gabi Knops-Feiler

Ein guter Mix aus Ausstattung, Ausbildung und Investitionen schaffe Sicherheit für die Bewohner der Stadt, bekräftigte Wehrleiter Ronald Hillbrenner. Das abgelaufene Jahr habe die Feuerwehr "ein gutes Stück nach vorne gebracht", ergänzte Hillbrenner bei dem Treffen im evangelischen Gemeindehaus Marktstraße.

Insgesamt 860 000 Euro wurden in die Modernisierung des Fahrzeugparks investiert. Dazu zählen zwei Staffellöschfahrzeuge, die demnächst die Tanklöschfahrzeuge in Oberschmitte und Metzholz ersetzen. Der Gerätewagen Logistik für technische Hilfeleistungen ist für Witzhelden bestimmt. Apropos Hilfeleistungen: Insgesamt 230 Mal musste die Feuerwehr zu Einsätzen ausrücken. Dabei wurden 55 Brände gelöscht, 148 Mal war technische Hilfe gefragt. Das zeige, sagte Steffes, dass die Feuerwehr Großes leiste. Ihm und den Mitgliedern aller Ratsfraktionen sei daran gelegen, die Tätigkeit so gut wie möglich zu unterstützen. Mehr als 300 000 Euro wurden deshalb für laufende Betriebskosten bereitgestellt. Und: Alleine der Umbau und die Erweiterung des 24 Jahre alten Feuerwehrhauses in Witzhelden - die Fertigstellung ist für Mai geplant - koste rund 1,4 Millionen Euro.

In Kürze werde zudem die Atemschutzwerkstatt des Gerätehauses Am Wallgraben für mehrere 100 000 Euro neu ausgestattet. Aktuell werde die Drehleiter generalüberholt. Bei allem Positiven sorgen die schmelzenden Personalzahlen für Sorgen. Hillbrenner sieht dringenden Handlungsbedarf, denn 148 Helfer für eine Gemeinde von der Größe Leichlingens seien "arg knapp". Die Stadt Leichlingen habe 10 000 Euro für Nachwuchswerbung eingeplant, sagte Steffes. Ohne Nachwuchs, betonte er, habe Ehrenamt keine Zukunft. Mädchen und Jungen, die heute zur Jugendfeuerwehr gingen, seien die Brandmeister und Führungskräfte von morgen.

Ehrungen folgten zum Schluss: Geschenke und Urkunden für 25-jährigen Einsatzdienst erhielten Andreas Breitenbach, Thomas Buchfeld, Frank Schwemmlein und Silvano Todisco.

Seit 35 Jahren sind Bernd Thomsen und Bernd Weißhaupt im Dienst. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Gerd Schröder mit der Ehrenmedaille in Silber der Feuerwehr Leichlingen und Wilhelm Heling für 50 Jahre mit der Ehrenmedaille in Gold geehrt. Zum neuen Stadt-Sicherheitsbeauftragter wurde Jens-Uwe Kurth ernannt. Überdies gab es sechs Neuaufnahmen und 14 Beförderungen.

Quelle: RP
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