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Leichlingen
Flüchtlingsheim-Vorfall bleibt ohne Folgen

Leichlingen. Die Stadt hat die Rangelei von Freitag mit einem städtischen Hausmeister in der Friedensstraße gestern bestätigt. Von Peter Korn

Die Auseinandersetzung zwischen Bewohnern eines Flüchtlingsheims in der Friedensstraße und einem städtischen Hausmeister bleibt voraussichtlich ohne zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen. Der städtische Beigeordnete Ingolf Bergerhoff bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung die Rangelei, betonte aber gleichzeitig, der Ausgang sei harmlos gewesen. Insofern werde die Stadt die Angelegenheit wohl auch nicht weiter verfolgen.

In der Friedensstraße gibt es mehrere Häuser, in denen die Stadt Leichlingen aktuell Flüchtlinge untergebracht hat. In einem davon, in dem vor allem Algerier untergebracht sind, hatte es wegen einer zusätzlichen Belegung Streit zwischen den Bewohnern und städtischen Hausmeistern gegeben. Der eskalierte dann offenbar bis zu einem Punkt, an dem die Polizei gerufen werden musste. Einer der Stadtbediensteten bestand laut Bergerhoff dann darauf, mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren zu werden, um sich dort untersuchen zu lassen.

Passiert sei letztlich aber nichts, betonte der Beigeordnete. Und das soll tunlichst auch so bleiben: "Wir sind sehr froh, dass wir bisher eigentlich in all unseren Unterkünften trotz schwieriger Belegungssituation Ruhe haben", führte Bergerhoff aus.

Das bezieht sich sowohl auf die Situation in den Unterkünften selbst , als auch auf die Reaktionen der Bevölkerung hinsichtlich der Zuweisungen. Es gebe in Leichlingen "wirklich eine schöne Willkommens-Kultur" machte Bergerhoff gestern deutlich.

Bürgermeister Frank Steffes hatte die Situation für die städtischen Mitarbeiter unlängst so beschrieben: "Unsere Leute sind wirklich bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit beansprucht. Und ich muss wirklich allen ein Riesen-Kompliment machen - von der Sachbearbeiterin bis zu den Hausmeistern. Das sind alles keine Leute, die den Griffel fallen lassen oder sich krank melden, wenn es mal eng wird - die machen ihren Job mit Herzblut."

Auch zu möglichen Problemlagen in den Einrichtungen hatte der Bürgermeister klare Worte gefunden: "Das hat noch nicht einmal in erster Linie mit den unterschiedlichen Nationalitäten zu tun. Bringen Sie mal 50 junge Männer aus Deutschland jeweils zu viert in einem Zimmer in einem einzigen Gebäude unter. Auch da würden Konflikte nicht ausbleiben - obwohl alle dieselbe Sprache sprechen. Wir haben Menschen aus aller Herren Länder, die wir unterbringen müssen -von Afghanistan über Eritrea bis Somalia. Ich finde es ganz wichtig, dass da auch soziale Betreuung erfolgt."

Quelle: RP
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