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Leichlingen
Fünfjähriger macht aus alten Dosen Geld

Leichlingen: Fünfjähriger macht aus alten Dosen Geld
Louis Pfenningsdorf freut sich über das Ergebnis der Müllsammlung: Ein Rucksack und eine Brotdose nennt er nun sein Eigen. FOTO: privat
Leichlingen. In Leichlingen liegt das Geld zwar nicht auf der Straße, dafür aber auf Wiesen, in Wäldern und überall dort, wo sich vor allem junge Menschen im Sommer gerne treffen. Der Leichlinger Marcel Pfennigsdorf und sein fünfjähriger Sohn Louis haben dieser Tage sogar eine wahre Goldgrube entdeckt. Von Ina Bodenröder

"Einfach mal ein Dankeschön an die ganzen Jugendlichen, die hinterm Schwimmbad am Wald ihre Energydosen wegschmeißen!", schrieb der Vater jüngst auf seiner Facebook-Seite. Ein nicht ganz ernst gemeinter Gruß an all diejenigen, die es einmal mehr nicht geschafft haben, ihren Müll zu entsorgen. Denn aus der Umweltverschmutzung der einen zogen die beiden anderen gleich zweifach ihren Nutzen. "Da wir mit dem Bollerwagen unterwegs waren, haben wir euren Müll entsorgt. Mein Sohn bedankt sich daher für einen neuen Rucksack, eine neue Brotdose und 2,25 Euro in bar bei euch", schrieb Marcel Pfennigsdorf weiter.

Denn der Fünfjährige hatte sofort erkannt, dass der viele Müll an dieser Stelle nicht in Ordnung sein konnte: "Guck mal, Papa, hier waren wieder Schweine und haben alles in den Wald geworfen!", sagte er empört. Und Louis sammelte mit seinem Vater sage und schreibe 37 Getränkedosen mit je 25 Cent Pfand auf und bekam dafür 9,25 Euro. Bereits am Vortag waren Vater und Sohn an dieser Stelle spazieren gegangen und hatten viele Jugendliche gesehen, die dort lagerten, Chips aßen und aus Dosen tranken. Wer den Müll hinterlassen haben musste, war ihnen daher klar.

Marcel Pfennigsdorf ging es beim Aufsammeln indes nicht nur darum, seinem Sohn den Umweltschutz ans Herz zu legen. "Einigen fehlt offenbar das richtige Verhältnis zum Geld", vermutete er. "Schließlich werfen sie mit jeder Dose 25 Cent weg." Vielleicht läge es aber auch daran, dass es ab einem gewissen Alter einfach uncool sei, seine Hinterlassenschaften wegzuräumen. Bei seinem Filius trägt der Hinweis auf Umweltschutz und sorgsamen Umgang mit dem Geld derweil noch Früchte. "Ich habe ihm vor einiger Zeit das Pfandzeichen auf Flaschen und Dosen gezeigt, damit er nicht bares Geld in die Tonne wirft", berichtete Marcel Pfennigsdorf. Louis jedenfalls hat nicht schlecht gestaunt über das viele Geld und war glücklich - nicht zuletzt, weil die neue Kita-Tasche samt Brotdose bei den anderen Kindergartenkindern ziemlich gut ankam. Auf Facebook erntete Marcel Pfennigsdorf Anerkennung:"Das finde ich sehr gut! Die Kleinsten sind den Großen ein Vorbild!"

Quelle: RP
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