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Leichlingen
"Gartenlust" geht auch durch den Magen

Leichlingen. Tequila Sunrise, Mai Tai, Sangria oder doch lieber Schnaps und Cognac? Wer am Samstag und am Sonntag den vierten Markt "Gartenlust und Kunsthandwerk" in und um Schloss Eicherhof besuchte, hatte die Qual der Wahl. Allerdings nicht zwischen verschiedenen alkoholischen Getränken, sondern zwischen Nelkenwurz in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Von Ina Bodenröder

Zum ersten Mal stellte eine Staudengärtnerei aus Würselen das sogenannte Geum, eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse, aus. Markantes Zeichen: Ihre Blüten leuchten intensiv wie die Farben der Getränke. "Der Züchter hat die Pflanzen nach Cocktails benannt", erzählte Aussteller Hubert Kremer. Die Staudengärtnerei gehörte zu den Ausstellern, die zum ersten Mal in Leichlingen dabei waren. "Wir haben diesmal bei den Anbietern stark durchgewechselt, um den Besuchern immer wieder etwas Neues zu bieten", sagte Organisator Gert Schiffers. Endlich sei es ihm auch gelungen, nach jahrelangen Gesprächen den bundesweit bekannten Leichlinger Pilzzüchter Peter Marseille mit einem Stand auf den Markt zu locken.

Neu auch die Manufaktur "Rostlaube" aus Geeste im Emsland, die mit windschiefen, aber sehr interessanten Vogelhäuschen, Grills und Briefkästen auf sich aufmerksam machte.

Der Markt in Leichlingen ist für die Aussteller auch aus größerer Entfernung offenbar interessant, Ambiente, Preise und Publikum scheinen zu stimmen. "Das Eingangsportal mit dem Schloss macht schon etwas her", sagte zum Beispiel Schmuckdesignerin Elke Recker-Schmitz aus Lindlar. Sie habe schon Ausstellungen in Turnhallen gehabt, da sei die Atmosphäre hier natürlich etwas ganz anderes. Den Eintritt von 2,50 Euro für Erwachsene hielt sie für angemessen, die Qualität der Aussteller für gut.

Udo Langen aus Leverkusen, der sonst an vielen Wochenenden und auf unterschiedlichsten Märkten ebenfalls Schmuck verkauft, war am Wochenende als Gast auf Schloss Eicherhof. "Es ist hier nicht so eng wie manchmal andernorts", sagte er zu den Platzverhältnissen.

Am Samstag spielte den Besuchern allerdings auch das schlechte Wetter in die Hände, dass sie an jedem Stand ausgiebig stöbern und sich beraten lassen konnten. Die Händler und Kunsthandwerker im Inneren von Schloss Eicherhof profitierten indes von der Wärme und der Trockenheit an ihren Tischen und Regalen.

Abwechslungsreich ging es auch dort zu: von Senf-Variationen mit Honig-Knoblauch bis Honig-Meerrettich aus Belgien über Ostereiervariationen, Seidenschals und Wenderöcke bis hin zu handgefertigten Taschenbäumlern und Chalumeaus reichte an diesen Ständen das Sortiment.

Quelle: RP
 
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