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Leichlingen
Gefährliche Ecke in Wohnsiedlung

Leichlingen: Gefährliche Ecke in Wohnsiedlung
Diese Einmündung der Straße Rehborn ist gefährlich, weil am Ende der Spielstraße das Schild "Vorfahrt beachten" fehlt und viele Autofahrer dort forsch rechts abbiegen, sagt Anwohner Gerhard Harders. FOTO: Cristina Segovia-Buendia
Leichlingen. Rund 50 Anwohner wenden sich per Unterschriftenliste an die Stadt, damit eine Kreuzung an der Straße Rehborn sicherer wird. Bislang hat die Stadt trotz mehrerer Aufforderungen nichts unternommen. Nun ist eine Lösung in Sicht. Von Cristina Segovia-Buendia

Gerhard Harders ist sauer: Seit einem Jahr läuft der Leichlinger der Stadt hinterher, weil zwischen Schnugsheide und Rehborn ein Verkehrsschild fehlt. Zum Schutz aller Anwohner, vor allem aber der Kinder. Die Gefährdung, sagt Harders, sei akut: Regelmäßig komme es an der Straßeneinmündung zu brenzligen Situationen. Die schmale Kreuzung zwischen der Spielstraße, auf der maximal sieben Kilometer pro Stunde erlaubt sind, und der anschließenden Tempo-30-Zone ist schlecht einsehbar.

"Wenn ein Auto mit langer Motorhaube aus der Spielstraße rausfährt, steht es mitten auf der anderen Straße, bevor der Fahrer etwas sehen kann." Helfen könne an dieser Stelle, neben einer Sperre wie etwa einem Blumenkübel, ein Vorfahrtsschild. Denn an dieser Stelle gilt nicht die Rechts-vor-Links-Regel, sagt der Leichlinger, der sich in den vergangenen Monaten ein Fachwissen erarbeitet hat. "Das steht deutlich im Paragrafen zehn der Straßenverkehrsordnung." Fahrzeuge, die aus einem Grundstück, einer Fußgängerzone oder einem verkehrsberuhigten Bereich auf die Straße fahren, müssen eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausschließen.

Harders verweist auf Absatz drei des Paragrafen, der besagt: "Dort, wo eine Klarstellung notwendig ist, kann Zeichen 205 stehen." Eine solche Klarstellung hält der Senior für nötig. Und bei besagtem Zeichen "handelt es sich um ein Vorfahrt-Achten Schild". Ein Kind sei an der Straßenecke noch nicht zu Schaden gekommen, sagt Ehefrau Anita Dannhorn: "Aber muss denn erst etwas passieren, damit die Stadt reagiert?", fragt sie. Seit über 40 Jahren leben die beiden in Rehborn. Das Neubaugebiet, schätzt Harders, gibt es seit rund zehn Jahren. "Da hat die Stadt einfach Mist gemacht."

Dem Bürgermeister habe er schon Fotos und Unterlagen vorgelegt, darunter rund 50 Unterschriften seiner Nachbarn, die das Problem ebenfalls sehen. Es wurde auch schon ein Termin mit dem Stadtoberhaupt vereinbart, der dann aber kurzfristig abgesagt wurde. Begründung: Es sei noch nichts mit den zuständigen Stellen abgesprochen worden. "Im Klartext: Es wurde bislang überhaupt nichts angeleiert", stellt Harders verärgert fest. Dabei geht es offensichtlich auch anders, wie eine nah gelegene Siedlung beweist. Zwischen Erdbeerweg und "In den Gärten" herrscht ein ähnliches Bild: Spielstraße und Tempo-30-Zone und, siehe da, ein Vorfahrtsschild.

Ute Gerhards, Sprecherin des Bürgermeisters, hat unserer Redaktion denn auch Erfreuliches zu berichten: "Es gibt eine Anordnung zur Fortführung der Bordsteinkante sowie dem Aufstellen eines Blumenkübels", sagt sie. "Auch ein Straßenschild und Straßenmarkierungen werden bis Ende Juni umgesetzt."

Harders ist erleichtert. "Das ist doch mal ein Wort", sagt er. "Mehr wollte ich nicht."

Quelle: RP
 
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